Hotelboom
Das Hochhaus mit fünf Sternen: Im Baloise-Park entsteht das zweite Edel-Hotel für Basel

Andreas Schwald
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Angesichts dieser Ansicht verschwindet der Bahnhof SBB fast.

Angesichts dieser Ansicht verschwindet der Bahnhof SBB fast.

Kenneth Nars

Der Hotelboom in Basel hält an – und wie. Diesen Sommer eröffnet im Baloise-Park am Bahnhof Basel nicht nur die nächste Übernachtungsgelegenheit für Touristen und Geschäftsleute, sondern das zweite Fünf-Sterne-Haus für Basel. Zurzeit verfügt die Stadt mit dem «Grand Hotel Les Trois Rois» nur über eines. Betrieben wird das neue Fünf-Sterne-Haus von der Gastrokette Mövenpick. Die Kategorie der fünf Sterne wird definitiv angestrebt, auch wenn Touristiker zuletzt noch daran zweifelten. Die Gründe dafür waren wirtschaftlicher Natur: Viele Firmen, unter anderem auch Grosskonzerne, buchen aus Gründen der Unternehmenskultur nur noch zögerlich Unterkünfte in der höchsten internationalen Hotel-Kategorie.

Dennoch halten Baloise und die Betreiberin Mövenpick am gehobenen Standard fest. Dies bestätigt Isabelle Guggenheim, die für die Kommunikation des Baloise-Parks zuständig ist. Entstehen wird noch bis im Frühsommer «ein modernes Business-Hotel im Premium Segment». Zurzeit werden die 264 Zimmer auf 16 Stockwerken im neuen Hochhaus eingerichtet.

Neues Restaurant mit gehobener Fusion-Küche

Ebenfalls fertiggestellt wird bis dann das neue Restaurant. Dieses soll der Klasse des Hauses gerecht werden und entsprechend ansprechende Gerichte servieren. Mit «Puro» ist der Name bereits gefunden, das Konzept nennt sich «Fusion» und richtet sich lateinamerikanisch-asiatischer Küche aus.
«Das Fusion-Konzept ist in der Schweiz vor allem aus Zürich bekannt. In Basel ist es noch nicht sehr verbreitet», so Guggenheim. Serviert werde im Stil des «Food Sharing», bei dem die Gerichte in der Mitte des Tisches platziert werden. Auch damit betritt Mövenpick Neuland, in dieser Form existiert noch kein Restaurant am Rheinknie.

Der General Manager des Hotels ist in Basel kein Unbekannter. Es ist Reto Kocher, der bis 2018 neun Jahre lang das andere Basler Fünfsterne-Hotel geleitet hatte: Das «Trois Rois». Kocher war schon früh in das Neubauprojekt miteinbezogen worden und ist seit einem Jahr vollends für Mövenpick tätig. Kocher wird auch für den Ballsaal im Hotel zuständig sein, einen der wenigen in der Stadt. Dieser befindet sich im Untergeschoss des Hochhauses, umfasst 500 Quadratmeter sowie ein Foyer von nochmals 350 Quadratmetern. «Wir setzen darauf, dass mit dem Baloise-Park noch mehr Leben am Aeschengraben einziehen kann», so Guggenheim.

Gewinn für die Strecke Bahnhof bis Aeschenplatz

Die Strecke zwischen Aeschenplatz und Bahnhof SBB, die während der vergangenen Jahre von Baustellen, Gleissanierungen und Baloise-Neubau dominiert wurde, gewinnt durch den Gebäudepark massgeblich: Neben dem Hochhaus entstanden zwei weitere Gebäude und ein Platz mit Pflästerung, der zusätzliche Verweilmöglichkeiten schafft.

Insgesamt bietet das Neubauareal mit dem Hauptsitz der Baloise-Versicherung ab Sommer 1300 Arbeitsplätze. Das sind 700 weniger als der Roche-Turm Bau 1 fasst. Von den 1300 wird die Baloise wiederum 700 selbst nutzen, unter anderem durch den Einzug des betriebseigenen Ausbildungszentrums, das von Arlesheim nach Basel zieht. Weitere 600 Arbeitsplätze auf dem Areal werden vermietet.

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