Das Basler Studio ist ein Ableger der ETH Zürich und wurde 1999 von den Architekten Jacques Herzog, Pierre de Meuron, Roger Diener und Marcel Meili mitbegründet. Es darf ohne Übertreibung als Erfolgsgeschichte bezeichnet werden.

Nun wird bekannt, dass das Studio mit den beiden Stararchitekten nicht nur steht, sondern auch fällt. Der Hintergrund: Herzog und de Meuron werden emeritiert, werden von der ETH also pensioniert. Die BaZ macht am Montag publik, dass keine Nachfolgeregelung gefunden werden konnte. 

Der Vorsteher des Departements Architektur der ETH, Philip Ursprung, würdigt das Basler Studio in der BaZ als "innovatives Institut, das Forschung und Lehre in neuartiger Weise zu verbinden verstand". Läge der Fokus an der ETH beim traditionellen Entwurfsunterricht, so hätten sich die Architekten Herzog und de Meuron für weltweite städtebauliche Zusammenhänge interessiert. Methodisch seien sie neue Wege gegangen.

Das Architekturstudio hat im Laufe der Jahre mehrere Bücher hervorgebracht. Als bahnbrechend bezeichnet wird «Die Schweiz, ein städtebauliches Porträt». Die Studie hat die Schweiz als städtischen Grossraum betrachtet.

Eine Weiterführung des Studios in Basel wurde versucht. Gemäss Philip Ursprung von der ETH Zürich sei aber keine tragfähige Lösung gefunden worden. 

Die Universität Basel hatte Interesse daran, das Studio zu übernehmen. Die Idee scheiterte aber an Kritik und Baselbieter klammen Kassen.

Nun ist also definitiv Schluss.