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Das Basler Gratisblatt «SpatzZeitung» wird eingestellt

Zwei Jahre nach dem Besitzerwechsel stellt die «SpatzZeitung» in Basel ihr Erscheinen ein. Die Mitarbeitenden, die sich rund fünf Vollzeitstellen teilen, werden entlassen, wie der Verlag Publitex AG mitteilte.

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Die Gratiszeitung «Spatzzeitung» wird wie so viele andere Gratiszeitungen eingestampft. (Symboldbild)

Die Gratiszeitung «Spatzzeitung» wird wie so viele andere Gratiszeitungen eingestampft. (Symboldbild)

Keystone

Das Gratisblatt wird mit sofortiger Wirkung eingestellt. Die für Ende Juni geplante Ausgabe werde nicht mehr erscheinen, heisst es in der Mitteilung. Publitex-Besitzer Dominique Hiltbrunner schliesst einen Relaunch für die Zukunft nicht völlig aus, konkrete Pläne gebe es aber derzeit nicht.

Hiltbrunner, der auch die «Automobil Revue» herausgibt, hatte die Publitex AG 20011 von Robert Schmid übernommen. Er verpasste der monatlich in einer Auflage von rund 217'000 Exemplaren in Stadt und Region Basel erschienenen Gratiszeitung einen neuen Auftritt. Es sei jedoch nicht gelungen, am hart umkämpften Basler Inseratemarkt den nötigen Anteil zu erkämpfen, begründet Hiltbrunner das Aus.

Die «SpatzZeitung» war 1984 erstmals erschienen. Sie sei lange hochrentabel gewesen, sagte Geschäftsführer Hans Gerber, der schon im Juni per Ende August gekündigt hatte, auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda. Doch mit den heutigen Inserateeinnahmen lasse sich das Blatt nicht mehr finanzieren.

Neben der «SpatzZeitung» gab der Publitex-Verlag bis vor kurzem auch den «Blickpunkt» heraus. Das Wirtschaftsmagazin für KMU wurde laut Gerber jüngst an die Gassmann AG in Biel verkauft, die auch den Chefredaktor übernahm.

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