Dauerausstellung
Das Antikenmuseum stellt um: Der Orient hat eine neue Heimat

Die orientalische Abteilung im Antikenmuseum wird neu nach Themen geordnet statt geografisch-chronologisch. Die drei Schwerpunkte «Mensch und Natur», «Religion und Kult» und «Orient und Griechenland» geben neu einen Einblick in vergangene Hochkulturen.

Nicolas Drechsler
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Neu geordnet: die 220 Kunstwerke der orientalischen Abteilung.

Neu geordnet: die 220 Kunstwerke der orientalischen Abteilung.

Syrien, Mesopotamien, der Iran. Es sind die Gegenden am Mittelmeer, die heutzutage für Schlagzeilen im negativen Sinne sorgen. Bürgerkrieg, Flucht, Attentate, Gräueltaten. Darob geht vergessen, dass hier unsere Zivilisation ihren Anfang nahm. Dass hier Hochkulturen entstanden, als in unseren Breitengraden ein Fell und eine Steinaxt noch als Statussymbole galten. 220 Kunstwerke aus den mesopotamischen, iranischen, zypriotischen und frühgriechischen Kulturen werden nun im Antikenmuseum Basel völlig neu inszeniert.

Dabei trägt das Museum auch seinen neuen Grundsätzen Rechnung, dass die Werke thematisch geordnet werden sollen – und nicht mehr streng geografisch und chronologisch. Kurator Laurent Gorgerat habe sich für drei Themenblöcke entschieden: «Mensch und Natur», «Religion und Kult» sowie «Orient und Griechenland».

So will das Museum einen Einblick geben in die Hochkulturen von Kreta, Mykene, den Kykladen und dem Nahen Osten. «Gefässe in Tierform, reich verzierte Waffen oder Götterdarstellungen werden ergänzt durch Landschaftsbilder», schreibt das Museum. Damit könne man auch auf Fragen eingehen wie jene nach dem kulturellen Austausch und den wirtschaftlichen Verflechtungen im östlichen Mittelmeer in der Zeit zwischen dem frühen 3. bis zum 1. Jahrtausend vor Christus.

Neue Gliederung wird die Regel

Die 2002 gegründete Sammlung «Orient, Zypern und frühes Griechenland« geht vor allem auf einige Privatsammlungen zurück. Darunter jene von Peter und Elisabeth Suter-Dürsteler und die von Hans und Trudy Bosshard-Wirz. In der neuen Ausstellung sind aber neben bekannten Stücken auch einige Neuzugänge zu besichtigen. Dabei steche insbesondere ein Hausaltar aus dem späten 4. Jahrtausend vor Christus hervor.

Die thematische Gliederung der Ausstellungsgegenstände wird wohl auch in zukünftigen Ausstellungen die Regel sein.

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