Lesefestival
BuchBasel mit 110 Veranstaltungen an 30 Spielorten

Ob im Wassertaxi, im Tropeninstitut, im Veloladen oder klassisch im Literaturhaus: Vom 6. bis 9. November macht die BuchBasel das Rheinknie zum Mekka für Literaturpilger. Geplant sind über 110 Veranstaltungen an 30 Spielorten mit 180 Mitwirkenden.

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Die BuchBasel.

Die BuchBasel.

Juri Junkov

Eröffnet wird die BuchBasel am 6. November mit einer exklusiv für den Anlass verfassten Rede von Thomas Hürlimann, der erstmals seit langem wieder öffentlich auftritt. Die Slammerin Daniela Dill und der Mundart-Rap-Legende Black Tiger vertreten am Festakt den immer noch jungen Trend des Spoken Word.

Die derzeitigen Alphatiere dieser Gattung, "Goalie"-Autor Pedro Lenz und Buchpreisanwärter Guy Krneta stehen ebenfalls auf dem reichhaltigen Programm der BuchBasel. Das Dichter- und Stadtmuseum Liestal steuert überdies eine Ausstellung im Volkshaus bei, wo man sich in verschiedenen Installationen von Slam Poetry beschallen lassen kann.

Neben neuen Trends präsentiert die BuchBasel aber auch gestandene Schreibende, die auf eine lange Karriere zurückblicken können. Wie hat sich ihr Schreiben über die Jahre verändert?, werden Franz Hohler, Hanna Johansen und Gertrud Leutenegger befragt - letztere wie Krneta eine Buchpreis-Anwärterin.

Tabus und Krisengebiete

Tabuthemen in der Literatur diskutieren Arno Geiger und Lukas Bärfuss. Bärfuss hat in seinen Stücken unter anderem Sterbehilfe und Behindertensex thematisiert; die Verfilmung seines Stücks "Die sexuellen Neurosen unserer Eltern" kommt im Januar in die Kinos.

An zwei Veranstaltungen wird es innenpolitisch: "Wer regiert die Schweiz?" diskutieren unter anderen Helmut Hubacher, Franz Steinegger, Tito Tettamanti und Monika Fetz.

"Brennpunkte" heisst demgegenüber eine Programmschiene, die aufs Ausland fokussiert. Hier werden beispielsweise Jury Andruchowytsch und Mikhail Shishkin ein ukrainisch-russisches Gespräch führen. Für weitere Veranstaltungen werden der Iraker Najem Walli, Der Iraner Amir Hassan Cheheltan und die Türkin Oya Baydar erwartet.

Buchpreis

Hochpolitisch ist auch der neue Roman, den der Russe Andrej Kurkow vorstellt, während "Nairobi Heat" und "Black Star Nairobi" des Kenianers Mukoma Wa Ngugi - Sohn des langjährigen Nobelpreis-Kandidaten Ngugi Wa Thiong'o - laut Programm "globale Krimis" sind.

Kurz vor Abschluss der BuchBasel wird am Sonntag der Gewinner oder die Gewinnerin des diesjährigen Schweizer Buchpreises bekannt gegeben. Nominiert sind Lukas Bärfuss, Gertrud Leutenegger, Dorothee Elmiger, Guy Krneta und Heinz Helle.

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