Binningen
Der Pausenplatz kommt mit Verspätung, aber ohne Mehrkosten

Die Bauarbeiten am Pausenplatz der Binninger Primarschule Neusatz hätten bis Weihnachten beendet sein sollen, doch sie haben noch nicht begonnen. Die neuen Spielgeräte konnten erst im zweiten Anlauf beschafft werden.

Patrick Rudin
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Ende April soll die Primarschule Neusatz einen neuen Pausenplatz haben.

Ende April soll die Primarschule Neusatz einen neuen Pausenplatz haben.

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Es sind vorläufig die letzten Sanierungsarbeiten am Primarschulhaus Neusatz in Binningen. Der Einwohnerrat genehmigte im vergangenen Sommer 250'000 Franken für einen komplett neuen Pausenplatz. Eigentlich sollten die Bauarbeiten im Herbst beginnen und zu Weihnachten 2020 hin beendet sein. Inzwischen ist allerdings bereits März, und der Umbau hat noch nicht einmal begonnen.

Kommunikationsleiter Bernard Keller von der Gemeinde Binningen bestätigt auf Anfrage die Verzögerung: Als man die Arbeiten für den Herbst ausgeschrieben habe, «wurde zunächst kein wirtschaftliches Ergebnis erzielt», so Keller. Im Klartext heisst das: Die angefragten Unternehmer wollten mehr Geld für die Ausführung als vorgesehen. Eigentlich basierte die Vorlage auf konkreten Richtpreisofferten des Planers.

Ende April soll der Platz fertig sein

Sie enthält auch knapp 22'000 Franken für Unvorhergesehenes und geht ansonsten von einer maximalen Abweichung von zehn Prozent des Preises aus. Jetzt im Frühling haben die Firmen offenbar mehr Kapazitäten, oder die generelle Auftragslage ist inzwischen schlechter: Die offerierten Preise stimmen nun. «Mit einer zweiten Ausschreibung zum jetzigen Terminplan konnten die Arbeiten im bewilligten Kostenrahmen vergeben werden», bestätigt Bernard Keller.

Bereits nächste Woche soll nun der Umbau starten, Ende April dürfte der neue Pausenplatz fertig sein. Damit können die Primarschüler das ersehnte Wasserspiel passend zum Beginn der warmen Jahreszeit erstmals ausprobieren.

Als man ursprünglich bei den Schülern und Lehrern Vorschläge sammelte, ging es um Veränderungen auf der gesamten Schulanlage, alle Wünsche hätten rund 400'000 Franken gekostet. Das war Binningen zu teuer, die Einwohnerratsvorlage sah schliesslich noch Investitionen von 250'000 Franken vor. Asphalt- und Leitungsarbeiten fallen sowieso an, rund 50'000 Franken sind dafür budgetiert.

95'000 Franken für die neuen Spielelemente

Es gibt ein Klettergerüst, eine Kletterwand mit Höhle sowie das erwähnte Wasserspiel. Auch sind deutlich mehr Sitzelemente geplant und vor allem mehr Grünflächen. Bei der Neubepflanzung sollen im April auch die Schüler selbst mithelfen. Eigentlich wollte Binningen auch den östlichen Eingang beim Neusatzweg begrünen und damit die Biodiversität fördern, die Gemeinde stellte als Bezüger von «Naturemade»-zertifiziertem Strom bei der Primeo Energie AG einen Projektförderantrag über 20'000 Franken. Dieser wurde indes abgelehnt: Der Fonds unterstützt derzeit hauptsächlich die Renaturierung von Bächen und Flüssen.

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