Stadtplanung
Basler Stadtteil Volta Nord bekommt langsam ein Gesicht

Auf dem Areal Volta Nord ist ein durchmischter und lebendiger Stadtteil in Planung. Nach dem Ja des Basler Stimmvolks zum Bebauungsplan Volta Nord, machten sich sieben Planungsteams an die Erarbeitung der Bebauungs- und Freiraumkonzepte für das Areal.

Drucken
Teilen
Die Veranschaulichung des städtebaulichen Konzepts für das Areal Volta Nord.

Die Veranschaulichung des städtebaulichen Konzepts für das Areal Volta Nord.

voltanord.ch

Die Ergebnisse dieses Studienauftrags geben der Planung zum ersten Mal ein Gesicht, wie das Bau- und Verkehrsdepartement Basel-Stadt in einer Medienmitteilung vom Freitag schreibt. Herz des Quartiers werde ein von Bäumen gesäumter Quartierplatz mit Pavillon und Spielplatz. Grosszügige Blockrandbebauungen mit grünen, gemeinschaftlich genutzten Innenhöfen sollen an der Stelle der Baufelder entstehen. Insgesamt entstehe Raum für 2‘000 bis 2’500 Arbeitsplätze sowie Wohnraum für rund 1'500 bis 2‘000 Einwohnerinnen und Einwohner.

Erweiterung St. Johann

Das bestehende Wohnquartier St. Johann wird somit nach Norden erweitert, heisst es in der Mitteilung. Aus sieben städtebaulichen Entwürfen entschied sich das Beurteilungsgremium für eine Synthese von zwei Beiträgen (jessenvollenweider Architekten, Studio DIA/Johann Reble Architekt). Das Herzstück des neuen Quartiers wird ein neuer, von Bäumen gesäumter Quartierplatz. Neben einem vielfältig nutzbaren Pavillon und einem Wasserbecken soll auch ein Spielplatz entstehen. Zudem entsteht im Westen des Areals ein Quartierpark mit Natur- und Erholungsflächen entlang der Gleise, schreibt das Bau- und Verkehrsdepartement.

Die Veranschaulichung des städtebaulichen Konzepts für das Areal Volta Nord.

Die Veranschaulichung des städtebaulichen Konzepts für das Areal Volta Nord.

voltanord.ch

Auf dem Baufeld 2, welches eine Parzelle der SBB ist, soll eine aufgebrochene Blockrandbebauung entstehen. Dieser beinhaltet einen Innenhof, der als Begegnungsfläche dem Austausch unter Nachbarinnen und Nachbarn dient. Durch verschiedene Durchgänge im Blockrand werden neue Verbindungen zwischen Innenhof und Umgebung ermöglicht. Flächen für stilles Gewerbe und Dienstleistungen sind im Norden der Parzelle vorgesehen. An der Lysbüchelstrasse, so schreibt das Bau- und Verkehrsdepartement, sei eine bereichernde Nutzungsdurchmischung vorgesehen, wobei der Fokus auf dem Wohnen liege.

Auf Baufeld 4, das direkt an das bestehende Quartier anknüpft, ist eine grosszügige Blockrandbebauung geplant. Auch diese soll einen gemeinschaftlichen Innenhof aufweisen. Hier geht es primär um das Wohnen, doch das Erdgeschoss lässt auch andere quartierbezogene Nutzungen zu.

Nächste Schritte

Aktuell erarbeitet das Planungsamt gemäss Medienmitteilung für die Baufelder 2, 4 und 5 einen Bebauungsplan zweiter Stufe zur rechtlichen Sicherstellung des städtebaulichen Konzepts. Für den Quartierplatz erarbeiten Stauffer Rösch Landschaftsarchitekten (Team jessenvollenweider) ein Vorprojekt auf Basis ihres Siegerprojekts. Für die Gestaltung des im Westen gelegenen Quartierparks führe die Stadtgärtnerei einen Projektwettbewerb durch, schreibt das Bau- und Verkehrsdepartement. Der Baustart aller Teilprojekte erfolgt voraussichtlich 2023.

Hintergrundinformationen zum städtebaulichen Studienauftrag

2019 hat das Planungsamt gemeinsam mit den beiden Grundeigentümerinnen des Areals einen städtebaulichen Studienauftrag mit sieben Planungsteams durchgeführt. Der Fokus lag auf den Bebauungs- und Nutzungskonzepten für die Neubauten auf den Baufeldern 2, 4 und 5 sowie die Nutzung und Gestaltung der Freiräume.

Wie schon im April 2020 kommuniziert, hat sich das Beurteilungsgremium des Studienauftrags für eine Synthese der Beiträge zweier Planungsteams entschieden (siehe https://www.bvd.bs.ch/nm/2020-der-stadtteil-voltanord-nimmt-form-an-bd.html). Dies bildet die Basis für einen regierungsrätlichen Bebauungsplan und die weitere Planung der öffentlichen Freiräume.

Aktuelle Nachrichten