Elektronische Künste
Basler «Shift»-Festival präsentiert Stimmen unter Strom

Basel steht im Zeichen der elektronischen Künste: Mit Konzerten, Ausstellungen, Performances, einem Film- und Videoporgramm sowie Workshops erlebt das Festival «Shift» bis am Sonntag seine fünfte Auflage. Im Zentrum steht diesmal die Stimme.

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Elektronische Künste Basler «Shift»-Festival präsentiert Stimmen unter Strom
12 Bilder
'Ohne Titel' (Piezo-Lautsprecher, 2011) des Schweizers Alexandre Joly
Raoul Hausmann Revisited' (2004) von Peter Keene
One Million Kingdoms' (2001) des Franzosen Pierre Huygh
'Cage' (1993) von Christian Marclay
Raoul Hausmann Revisited' (2004) von Peter Keene
Soundings' (1979) des Amerikaners Gary Hill1
'Ohne Titel' (Piezo-Lautsprecher, 2011) des Schweizers Alexandre Joly
'Variations On A Theme By Casey And Finch' (2002)
Soundings' (1979) des Amerikaners Gary Hill
'386DX' (1998) des Russen Alexei Shulgin
The Girl Who Never Was' (2011) des Deutschen Erik Buenger am Shift Festival

Elektronische Künste Basler «Shift»-Festival präsentiert Stimmen unter Strom

«Of Birds and Wires. Stimmen unter Strom» lautet dieses Jahr das Festivalthema. Dieses bezieht sich nach Angaben der Veranstalter auf die Veränderung in der Wahrnehmung der menschlichen Stimme, wenn diese auf technischem Weg verstärkt, manipuliert oder gar simuliert wird.

Als Beispiel dafür tritt etwa der britische Musik-Querdenker Tim Exile auf. Er setzt bei seinem Live Acts jedermanns Stimme als Instrument ein. In der Ausstellung baut zudem die kanadische Künstlerin Alexis O'Hara ein Iglu aus 100 Lautsprechern, in dem die Besucherinnen und Besucher ihre eigene Stimme verfremden können.

Rund 30 Werke aus aller Welt

Die Ausstellung umfasst rund 30 Werke aus aller Welt, von denen laut einem Festivalsprecher viele witzig und poetisch und für das Publikum leicht zugänglich sind. So lässt etwa der Schweizer Jürg Lehni zwei Computer mittels Spracherkennungs- und Sprech-Software einen Dialog voller Missverständisse führen, und der Kubaner José Toirac dekonstruiert Fernseh-Reden von Fidel Castro.

Das Festival, zu dem wieder rund 4500 Besucherinnen und Besucher erwartet werden, findet erstmals unter dem strukturellen Dach des Basler Hauses für elektronischen Künste statt. Unter dem Titel «Shift in Progress» bietet «Shift» auch Kunststudierenden eine Plattform.

«Shift» verfügt nach Angaben der Veranstalter über ein Budget von rund 700'000 Franken, von denen ein grosser Teil für die technische Infrastruktur benötigt wird. Finanziell unterstützt wird das Festival hauptsächlich von der Basler Christoph Merian Stiftung (CMS), von den beiden Basel und dem Bundesamt für Kultur.

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