Gewerbeverband
Basler Handelskammer-Direktor zu Gabriel Barell: «Er ist eine super Wahl»

Innovativ, offen, vorwärts denkend: Mit diesen Attributen wird Gabriel Barell gegenüber der bz von Bekannten bezeichnet. Der neue Basler Gewerbedirektor ist in Basel der breiten Öffentlichkeit eher unbekannt.

Drucken
Teilen
Franz Saladin (links) spricht vom neuen Gewerbeverband-Direktor Gabriel Barell als «super Wahl».

Franz Saladin (links) spricht vom neuen Gewerbeverband-Direktor Gabriel Barell als «super Wahl».

bz

Samuel Holzach, Regionaldirektor Basel bei der UBS sowie Präsident der Basler Bankenvereinigung, kennt Barell seit 25 Jahren. Als Regionenleiter bei einer Regionalbank, Kadermitglied einer Grossbank und langjähriger Geschäftsführer einer grossen Basler Bäckerei sei Barell prädestiniert für die Aufgabe als Gewerbedirektor, findet Holzach. «Er hat einen breiten Überblick über verschiedene Branchen», urteilt Holzach, der Barell regelmässig zum Essen mit dem Rotary Club trifft. Zudem verbinde Barell ideal das gewerblerische und akademische Element.

Von einer «super Wahl», spricht auch Franz Saladin. Der Direktor der Handelskammer beider Basel stammt wie Barell von «hinge füre» und hat dasselbe Gymnasium besucht. Barell verfüge über ein motivierendes und gewinnendes Wesen, sagt Saladin. Er stellt Barells Tätigkeit als Geschäftsführer des Sutter-Begg in den Vordergrund: «Er hat bei der Basler Traditionsbäckerei in einer schwierigen Phase einige Innovationen eingeführt und so mit dem Unternehmen den Turnaround geschafft.» Saladin ist zuversichtlich, dass mit Barell die ohnehin sehr gute Zusammenarbeit zwischen den beiden Verbänden noch intensiviert werde.

Auf eine gute Zusammenarbeit hofft auch Christoph Buser, Direktor der Baselbieter Wirtschaftskammer und somit künftig Barells Amtskollege. Es sei für die ganze Region wichtig, dass der Basler Gewerbeverband nach der Vakanz wieder einen Direktor bekomme. «Wenn die Wirtschaftsverbände zu wenig stark auftreten, sehen wir uns plötzlich Situationen konfrontiert, die dem Wirtschaftsstandort schaden», sagt Buser und verweist auf die verlorene Abstimmung in Basel über die längeren Ladenöffnungszeiten. Er sei froh, dass der Basler Gewerbeverband den Direktor-Posten mit jemandem besetzen konnte, der in der KMU-Wirtschaft gut vernetzt sei. Die Wirtschaftskammer werde mit dem Basler Gewerbeverband weiterhin kooperieren, «wo dies sinnvoll ist».

Gelobt wird die Wahl auch von Markus Lehmann. Der CVP-Nationalrat wurde selber als Nachfolger für den verstorbenen Peter Malama gehandelt. Lehmann kennt Barell seit Jahren - nicht zuletzt aus dem Vorstand des Gewerbeverbands. «Ich finde es gut, dass Barell politisch interessiert, aber kein Politiker ist», sagt Lehmann überraschend. Dass Gabriel Barell kein politisches Mandat anstrebe, sei zu begrüssen. «Ich wünsche mir für den Gewerbeverband organisatorische Stabilität», betont Lehmann. Er sei überzeugt, dass Barell die Prioritäten richtig setze.

Interessant ist das Urteil von jemandem, der Barell nicht persönlich kennt: Thomas Keller, Geschäftsführer der Kaserne Basel, spricht von einer spannenden Wahl. Jemand mit dem beruflichen Werdegang Barells könne nur ein Brückenbauer sein, findet Keller. Die Beziehungen zwischen Kulturbetrieb und Gewerbeverband sind eng - nicht «nur», weil die Kaserne Verbandsmitglied ist. Die Tatsache, dass ein Finanzmensch Gewerbedirektor wird, stört den Kulturmanager nicht - im Gegenteil: «Das kann für den Verband nur von Vorteil sein.» (haj)

Aktuelle Nachrichten