Fête des Vignerons
Basel mit viel Geschichte und «Klamauk» für den Grossanlass in Vevey

Basel-Stadt betreibt für den Grossanlass in Vevey (VD) einen beträchtlichen Aufwand.

Patrick Marcolli
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Die «Klamauk», Jean Tinguelys Maschinenskulptur aus dem Jahr 1979, soll die erwarteten 40'000 Besucher an der «Fête des Vignerons» in Vevey faszinieren.

Die «Klamauk», Jean Tinguelys Maschinenskulptur aus dem Jahr 1979, soll die erwarteten 40'000 Besucher an der «Fête des Vignerons» in Vevey faszinieren.

zvg

Andres Pardey ist ein doppelt beschäftigter Mann: Als Vizedirektor des Tinguely Museums ist er dafür verantwortlich, dass die berühmteste Fantasiekarosse des Künstlers sicher an den Genfersee transportiert wird: Die «Klamauk», Jean Tinguelys Maschinenskulptur aus dem Jahr 1979, soll die erwarteten 40'000 Besucher an der «Fête des Vignerons» in Vevey einerseits faszinieren und anderseits an das reiche baselstädtische Kulturleben erinnern.

Noch mehr Zeit in Anspruch nimmt bei Pardey aber etwas anderes: Er ist «Commandant des Fifres et Tambours de Bâle». Diese Formation wird als Botschafterin des Kantons Basel-Stadt an der grossen Parade in Vevey am 28. Juli teilnehmen. Allen 25 Trommlern und Pfeifern wurde eigens ein rot-weisses Kostüm auf den Leib geschneidert. «Seit etwa einem Monat sind wir in Vevey am Proben», sagte Pardey an der gestrigen Medienkonferenz zum Basler Auftritt in Vevey.

25

Pfeifer und Trommler aus zehn verschiedenen Fasnachtscliquen bilden die Formation «Les Fifres et Tambours de Bâle», die den Stadtkanton an der Fête des Vignerons in Vevey repräsentiert.

Voll des Lobes ist er bereits jetzt für die Verantwortlichen des Anlasses, insbesondere die Regie. Ganz ohne Misstöne ist die Probearbeit bisher jedoch nicht verlaufen: Das Stück «100 pour cents», so Pardey, habe sich in der ursprünglichen Version nur für die Pfeifer als geeignet erwiesen. Die Basler Tambouren unterbreiteten den Musikverantwortlichen schliesslich eine spielbare Alternative – et voilà, sie wurde widerspruchslos akzeptiert. Den grossen Tag teilt sich Basel-Stadt mit dem Jura. Die beiden Kantone lassen ihn sich je 100'000 Franken kosten. Baselland, so führte Sabine Horvath von Basler Standortmarketing aus, sei zwar auch vertreten, jedoch nur mit Minimalpräsenz und -programm.

Neben der fasnächtlichen Tradition präsentiert Basel-Stadt auch seine junge und fortschrittliche Seite: Der Jazzcampus ist mit der Band «Infinite Limbs Kollektiv» präsent. Ebenso dabei sind die Basler Trommelakademie, das «1. Frauen-Jodel-Chörli Basel», die Streetdance-Gruppe «Tremenduous» sowie die Band «Mumol Dixie Stompers». Es versteht sich, dass auch zahlreiche politische Repräsentanten von Basel-Stadt und dem Jura sich diesen Anlass nicht entgehen lassen wollen.

www.basel.ch/vignerons

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