ICE-Entgleisung
Basel ist ein Nadelöhr: Bei Störungen könnte das Herzstück Flexibilität schaffen

Am Sonntagabend entgleiste schon wieder ein ICE-Zug der Deutschen Bahn auf Basler Gleisen. Gerade bei solchen Unfällen zeigt sich, dass Basel ein Nadelöhr ist. Hier könnte das Herzstück helfen, die Situation schnell zu beheben.

Chloé Oberholzer, Philipp Felber
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In Basel ist im Februar 2019 ein Intercity-Zug (ICE) der Deutschen Bahn (DB) entgleist.
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Beim verunfallten Zug handelt es sich um den ICE 373, der von Berlin Ostbahnhof nach Interlaken Ost unterwegs war.
Aus den Schienen sprangen der Triebkopf und ein Wagen.
Entgleist ist der Zug um 20.50 Uhr nach dem Badischen Bahnhof auf der Fahrt in Richtung Basel SBB in der Nähe des Bethesda-Spitals.
Nach dem Unfall blieb die Strecke zwischen Basel SBB und dem Badischen Bahnhof in beiden Richtungen gesperrt.
Mehrere Züge fielen in der Folge aus. Wie lange der Streckenunterbruch zwischen der Schweiz und Deutschland dauern wird, war zunächst offen.
Die SBB entschuldigten sich für die Unannehmlichkeiten.
Rund 240 Fahrgäste waren an Bord des Zuges.
Die Evakuierung durch die Feuerwehr war gegen 22.45 Uhr abgeschlossen.
Eine Person begab sich laut Mitteilung der Polizei in Sanitätspflege.
Reisende müssen auf die Strassenbahn oder den Bus umsteigen.
Zudem verkehren am Montag Shuttlezüge via dem Basler Rangierbahnhof.
Die Streckensperrung solle voraussichtlich bis in die Abendstunden am Dienstag andauern.
Einsatzleiter Martin Spichale gibt den Medien Auskunft.
Die Unfallursache ist laut Angaben des Basler Justiz- und Sicherheitsdepartements unklar.
Auch die Schweizerische Sicherheitsuntersuchungsstelle (SUST) des Bundes nahm Ermittlungen auf.
Das Innere des entgleisten ICE-Zugs.

In Basel ist im Februar 2019 ein Intercity-Zug (ICE) der Deutschen Bahn (DB) entgleist.

Nicole Nars-Zimmer (niz)

Schon wieder entgleist auf einer Zugstrecke vor Basel ein Zug. Und schon wieder ist es ein ICE der Deutschen Bahn. Die Gründe dafür, dass der Inter-City-Express am Sonntagabend auf der Strecke Badischer Bahnhof–Bahnhof SBB derart neben der Spur war, sind laut den Schweizerischen Bundesbahnen noch nicht bekannt.

Dass der Vorfall in einem Zusammenhang steht mit den «Problemweichen», die unlängst schon in Basel, Luzern und Bern Züge auf die falsche Bahn gebracht hatten, können die SBB aber ausschliessen. «Es handelt sich nicht einmal um den selben Weichentyp», weiss SBB-Medienbeauftragter Daniele Pallecchi.

Fest steht jedoch: Der ICE ist ein Wiederholungstäter, der dem Begriff Doppelspurigkeit eine völlig neue Definition verleiht. Nachdem er am Sonntag um 20.50 Uhr die Weiche etwa 800 Meter vor der Brücke der Gellertstrasse passiert hat, entschliesst er sich kurzerhand, das Gleis zu wechseln. Dabei hat er wohl eher aus dem Bauch heraus entschieden, denn seinen Kopf lässt er auf der ursprünglichen Bahn.

Der erste Personenwagen hängt als einziges Verbindungsstück der beiden Zugteile schräg zwischen den Spuren und sammelt allmählich einen Schotterberg an. So fährt der ICE eine Weile zweigleisig. Knapp 15 Meter vor dem Brückenpfeiler besinnt er sich, verwirft seine Idee und stoppt.

Glück im Unglück

Auch zur Beschädigung der Gleisanlagen können die SBB noch keine detaillierten Angaben machen. «Es gab Schäden an der Sicherheits- und an der Gleisanlage, die Fahrleitung blieb unbehelligt», sagte Einsatzleiter Martin Spichale vor Ort an einem «Point de Presse». Und: «Wir können von Glück sprechen, dass der Zug kurz vor dem Mittelpfeiler der Unterführung zum Stehen gekommen ist.»

Verletzte habe es keine gegeben. Nach dem Stillstand mussten alle Passagiere evakuiert werden. Die Evakuierung sei für die Fahrgäste zu keinem Zeitpunkt gefährlich gewesen, so Spichale. Unklar sei, bis wann die Verbindungsstrecke zwischen den beiden Bahnhöfen gesperrt bleiben wird.

Der Zug wurde mittels eines Schienenkrans zurück aufs Gleis gehoben. Er werde in absehbarer Zeit zum Badischen Bahnhof abgeschleppt, so Spichale. «Im besten Fall kann die Strecke morgen Dienstag wieder befahren werden.» Er könne nicht ausschliessen, dass die gesamte Strecke sogar erst am Mittwoch wieder geöffnet werden könne, sagt SBB-Mediensprecher Raffael Hirt.

Nach dem Unfall kamen Reisende auf direkten Zugverbindungen zwischen der Schweiz und Deutschland in den Genuss einer unfreiwilligen Sightseeing-Tour: Sie waren gezwungen, die Strecke zwischen den beiden Bahnhöfen mit dem Tram oder per Bus zurückzulegen.

Mittlerweile bieten die SBB eine Shuttlezug-Alternative in beide Richtungen an. Bei dieser müssen Fahrgäste jedoch mit einer um etwa 15 Minuten verlängerten Reisezeit rechnen. Die Anschlüsse im Badischen Bahnhof sind nicht gewährleistet.

Der Güterzugverkehr ist vom Unfall nicht betroffen, denn dieser führt über eine parallel verlaufende, separate Gleisanlage.

Herzstück könnte die Lösung sein

Ein Ausweichen der Personenzüge auf das Gütergleis sei aber keine Option, schreibt Medienbeauftragter Daniele Pallecchi. «Dadurch entfiele der Halt in Basel SBB, wodurch dort kein Aus- oder Zustieg möglich wäre. Zudem braucht man für das Gütergleis Lokführer mit entsprechenden Streckenkenntnissen.» Ausserdem könnte die dicht befahrene Güterstrecke wohl kaum noch Personenzüge bewältigen.

Mit dem Herzstück einer S-Bahn wäre alles kein Problem. Zwar gebe es noch keine definitive Variante, eine solche würde aber durch eine zusätzliche Verbindung zwischen den Bahnhöfen betriebliche Flexibilität schaffen, sagt Pallecchi. «Aktuell ist es nicht geplant, auch den internationalen Fernverkehr durch das Herzstück zu führen.» Ob das in Ereignisfällen wie diesem sinnvoll und möglich sei, solle in Zukunft geklärt werden.

Aktuelle Polizeibilder

Allschwil BL, 28. Februar: Ein Autofahrer krachte in ein 6er-Tram. Beim Unfall wurde niemand verletzt.
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Sissach BL, 28. Februar: Eine 55-Jährige verlor die Kontrolle über ihren Wagen und rasselte eine Böschung hinab. Sie und ihr Beifahrer wurden leicht verletzt.
A2 bei Hägendorf SO, 28.Februar: Ein Autoanhänger kippte auf die Seite. Der Lenker zog sich leichte Verletzungen zu. Die Autobahn A2 in Richtung Luzern war mehrere Stunden gesperrt.
Lohn GR, 28. Februar: Im Viamala-Tunnel auf der A13 ist ein Lieferwagen mit einem Wohnmobil zusammengestossen. Die Fahrerin des Wohnmobils wurde beim Unfall eingeklemmt und leicht verletzt.
Gretzenbach SO, 26. Februar: Automobilist weicht entgegenkommendem Kleinwagen aus und prallt in Baum. Der Verunfallte zog sich leichte Verletzungen zu. Der Lenker des Kleinwagens fährt ohne Hilfeleistung weiter.
Gretzenbach SO, 26. Februar: Automobilist weicht entgegenkommendem Kleinwagen aus und prallt in Baum. Der Verunfallte zog sich leichte Verletzungen zu. Der Lenker des Kleinwagens fährt ohne Hilfeleistung weiter.
Gretzenbach SO, 26. Februar: Automobilist weicht entgegenkommendem Kleinwagen aus und prallt in Baum. Der Verunfallte zog sich leichte Verletzungen zu. Der Lenker des Kleinwagens fährt ohne Hilfeleistung weiter.
Zeiningen AG, 25. Februar: Ein Lastwagen kippte in eine Kiesgrube. Der 75-jährige Fahrer wurde aus der Kabine geschleudert und erlitt schwere Kopfverletzungen.
Villmergen AG, 25. Februar: Das Restaurant «Mi Casa Loca» ging aus noch unbekannten Gründen in Flammen auf. Verletzte gab es keine.
Villmergen AG, 25. Februar: Das Feuer zerstörte das Lokal komplett. Dieses war zum Zeitpunkt geschlossen.
Villmergen AG, 25. Februar: Der entstandene Schaden kann noch nicht beziffert werden.
Hägendorf SO, 24. Februar: Bei einem Motorrad-Selbstunfall auf der Allerheiligenstrasse in Hägendorf zogen sich sowohl der Lenker, wie auch seine Mitfahrerin mittelschwere Verletzungen zu. Beide mussten mit einer Ambulanz in ein Spital gebracht werden.
Wädenswil ZH, 25. Februar: Um 00.30 Uhr gingen bei der Polizei mehrere Meldungen über ein brennendes Gebäude ein. Es handelte sich um eine Holzbaracke auf einer Reitanlage, die komplett niederbrannte. Es entstand ein Sachschaden von über 100'000 Franken – die Brandursache ist noch unklar.
Hüntwangen ZH, 23. Februar: Ein 36-jähriger Autolenker fuhr ohne äussere Einwirkung an den linken Strassenrand der Bergstrasse und kollidierte dort leicht mit dem Wiesenbord. Er verstarb noch auf der Unfallstelle – bei seinem Tod steht ein medizinisches Problem im Vordergrund.
Zug, 23. Februar: Eine 76-jährige Autolenkerin ist in einer privaten Sammelgarage schwer verunfallt. Nach der Einfahrt prallte sie heftig in eine Betonwand. Mit lebensbedrohlichen Verletzungen wurde sie ins Spital gebracht.
Schönenbuch BL, 23. Februar: Kurz vor 3.30 Uhr, hat eine unbekannte Täterschaft einen Bankomat an der Neuweilerstrasse in Schönenbuch BL gesprengt. Verletzt wurde niemand. Es entstand grosser Sachschaden. Die Höhe der Beute steht noch nicht fest. Die Täter konnten flüchten.
Roveredo im Misox GR, 23. Februar: Bei einem Selbstunfall mit Überschlag sind zwei Insassen eines Autos verletzt worden. Dem Fahrer (27) wurde nach einer positiv ausgefallenen Atemalkoholprobe der Führerschein abgenommen.
Wolfwil, 22. Februar: Ein 74-jähriger E-Bike-Lenker kollidierte mit einem Fahrzeug und musste anschliessend mit der REGA ins Spital geflogen werden.
Bern, 21. Februar: Bei einer Kettenkollision von vier Fahrzeugen auf der Autobahn A1 bei Bern sind am frühen Donnerstagmorgen sechs Personen leicht verletzt worden. Nach dem Unfall kam es in beiden Fahrtrichtungen zu langen Staus.
Wohlenschwil, 20. Februar: Eine Persone wurde bei einem Auffahrunfall zwischen drei Autos verletzt. Ein VW-Fahrer hielt vor einem Fussgängerstreifen an, dahinter hielt ein Fiat an, aber der Toyota hinter diesem prallte in dessen Heck.
20. Februar, Schaan/Liechtenstein: Ein Schwelbrand in einer Deponie entwickelt viel Rauch, aber keinen Sachschaden. Entzündet hatte sich ein grosser Stroh- und Grünabfallhaufen, aus noch unbekannten Gründen.
Jonen, 19. Februar: Ein alkoholisierter Autofahrer prallte gegen ein Brückengeländer. Der 71-jährige Unfallfahrer blieb dabei unverletzt. Die Kantonspolizei nahm ihm den Führerausweis umgehend ab.
Basel, 19. Februar: Gemäss Aussagen beider Fahrerinnen, habe die Ampel jeweils für sie grün gezeigt. Infolge kollidierten die beiden Autos.
Reinach BL, 19. Februar: Als ein Autofahrer wegen eines Linienbusses bis zum Stillstand bremst, knallt es: Der Autofahrer dahinter übersah das Bremsmanöver, sein Fahrzeug prallte ungebremst auf das vordere Auto auf. Verletzt wurde niemand.
Seuzach ZH, 19. Februar: Bei einem Verkehrsunfall ist ein Motorradfahrer ums Leben gekommen. Der 28-jährige Mann fuhr über eine Mittelinsel und kollidierte mit zwei Schutzpfosten sowie einem Baum.
Oberentfelden AG, 19. Februar: Ein Lieferwagenfahrer kam von der Fahrbahn ab und verursachte einen Selbstunfall.
Oberentfelden AG, 19. Februar: Der 34-jährige Unfallfahrer, der unter Alkoholeinfluss fuhr, blieb unverletzt.
Oberentfelden AG, 19. Februar: Am Wagen entstand Totalschaden.
Giebenach BL, 18. Februar: Ein 86-Jähriger verursacht einen Unfall, sechs Personen verletzt.
Oberentfelden AG, 18. Februar: Der Verkehr auf der Autobahn A1 in Richtung Zürich staute sich am Montagnachmittag. Der Grund dafür war ein Fahrzeugbrand an einem Renault.
Oberentfelden AG, 18. Februar: Die Automobilistin konnte den Wagen auf den Pannenstreifen lenken und unverletzt verlassen.
Oberentfelden AG, 18. Februar: Der Sachschaden an Auto und Fahrbahnbelag beläuft sich auf schätzungsweise rund 50'000 Franken.
Lausen BL, 17. Februar: Ein Junglenker verunfallte beim Versuch einem Tier auszuweichen. Der Fahrer blieb unverletzt.
Münchenstein BL, 16. Februar: Eine 72-Jährige Autofahrerin kommt von der Strasse ab und bleibt im Steinbeet stehen.
Villigen AG, 15. Februar: Ein 25-jährige Motorradfahrer wollte einen Lastwagen überholen und führ dabei frontal in ein entgegenkommendes Auto. Er wurde schwer verletzt.
Frick AG, 15. Februar: Ein Langholz-Transporter kommt von der Strasse ab und versinkt im weichen Untergrund.
Niederbuchsiten SO, 13.Februar: Bei einem Brand in einer Garage wurde ein Auto stark beschädigt
Altstätten SG, 13. Februar: In der Nacht kam ein 22-Jähriger von der Strasse ab und rutschte mit dem Auto rund 30 Meter eine Böschung hinunter. Der Verletzte musste eineinhalb Stunden auf Hilfe warten.
Kienberg SO, 10. Februar: Ein Mofalenker wird bei einem Selbstunfall schwer verletzt und mit der Rega ins Spital gebracht. Der 67-Jährige stirbt später im Spital.
Basel, 9. Februar: Ein Autofahrer prallte aus noch ungeklärten Gründen auf der A2 Höhe Stücki-Areal in einen Abpralldämpfer. Niemand wurde verletzt, aber das zerstörte Auto blockierte für zwei Stunden beide Fahrspuren. Ein Atemalkoholtest ergab beim Lenker einen Wert von 0,0 mg/L.
Kaisten AG, 7. Februar: Eine Automobilistin kommt von der Strasse ab und stösst mit einem Baum zusammen.
Bürenstich SG, auf der A1: Drei Unfälle mit zehn beteiligten Fahrzeugen. Eine Beifahrerin stirbt.
Schinznach AG, 7. Februar: In der Bäckerei Lehmann in Schinznach-Dorf ist kurz nach 2 Uhr ein Glimmbrand ausgebrochen, der einen Grosseinsatz Feuerwehreinsatz auslöste. Verletzt wurde niemand, der Schaden ist aber erheblich.
Suhr AG, 6. Februar: Ein Lieferwagen stiess kurz vor 17 Uhr auf der A1 bei Suhr mit einem Auto zusammen. Verletzt wurde niemand. Es entstand beträchtlicher Schaden. Als Unfallursache wird ein technische Defekt vermutet. Im Feierabendverkehr bildete sich Rückstau.
Rheinfelden AG, 4. Februar: Ein Saab gerät von der Fahrbahn ab und fliegt rund 30 Meter durch die Luft.
Rheinfelden AG, 4. Februar: Der Unfallfahrer, ein 54-jähriger Deutscher, zog sich beim Unfall schwere Rücken- und Brustverletzungen zu.
Schlieren ZH, 4. Feburar: Ein Brand in der oberen Etage eines Mehrfamilienhaus verursachte einen Sachschaden von rund 100'000 Franken. Die Liegenschaft ist vorerst nicht mehr bewohnbar.
Diepoldsau SG, 3. Februar: Aufgrund winterlicher Verhältnisse musste die Polizei in der Ostschweiz wegen 13 Unfällen ausrücken. Eine Person wurde leicht verletzt.
Diepoldsau SG, 3. Februar: Aufgrund winterlicher Verhältnisse musste die Polizei in der Ostschweiz wegen 13 Unfällen ausrücken. Eine Person wurde leicht verletzt.
Buchs AG, 3. Februar: Eine Kosovarin prallte am 3. Februar mit ihrem VW in einen Baum.
Buchs AG, 3. Februar: Die 48-jährige Automobilistin blieb beim Unfall unverletzt.
Buchs AG, 3. Februar: Am Unfallwagen entstand Totalschaden.
A3/Wollerau SZ, 3. Februar: Bei einem Verkehrsunfall auf der A3 bei Wollerau sind ein Autofahrer und zwei Pferde getötet worden. Die Tiere liefen frei auf der Fahrbahn herum.
Belchentunnel, 2. Februar: Zwei Autos kollidierten, danach gab es eine Auffahrkollision mit vier Fahrzeugen. Eine Person wurde verletzt.
Wegenstetten AG, 2. Februar: Ein Autofahrer gerät von der Strasse. Das Fahrzeug überschlägt sich mehrmals und bleibt in einem Bachbett liegen.

Allschwil BL, 28. Februar: Ein Autofahrer krachte in ein 6er-Tram. Beim Unfall wurde niemand verletzt.

Polizei BL