Neuerscheinung
Auf Entdeckungsreise in katholischen Kirchen

Die katholische Kirche Basel-Stadt hateinen Kirchenführer für Kinder und Erwachsene herausgegeben, der in Bild und Wort die künstlerische und sakraleAusstattung der katholischen Kirchen und Kapellen erklärt.

Cornelia Thürlemann
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«Das Auge Gottes» aus der Kirche St. Franziskus in Riehen. zvg

«Das Auge Gottes» aus der Kirche St. Franziskus in Riehen. zvg

bz Basellandschaftliche Zeitung

Wer war die heilige Clara, wer der Erzengel Michael? Was ist ein Ambo und was ein Tabernakel? Warum brennt in einer katholischen Kirche immer ein Licht? Wer war Don Bosco und warum wurde eine Basler Kirche nach ihm benannt?

Solche Fragen beantwortet der neue, mit vielen Fotos illustrierte Kirchenführer «Die katholischen Kirchen in Basel», den die Römisch-katholische Kirche Basel-Stadt neu herausgegeben hat.

Ins Innere führen

«Die Kirchtürme sind im Basler Stadtbild sehr markant. Mit dem neuen Kirchenführer möchten wir die Bevölkerung einladen, die katholischen Kirchen zu besuchen und neu zu erkunden», erklärt Joachim Köhn, Co-Dekan der katholischen Kirche Basel-Stadt und Mitherausgeber des Kirchenführers.

Der übersichtlich und grafisch schön gestaltete Führer soll Kinder und Erwachsene beim Besuch der katholischen Kirchen begleiten und ihnen wichtige Informationen über den katholischen Glauben und über künstlerische Elemente der jeweiligen Kirche geben. In den vergangenen Jahrzehnten sei viel religiöses Grundwissen verloren gegangen. «Wenn ein Kind beim Besuch einer Kirche fragt, was das goldene Kästchen im vorderen Teil der Kirche bedeutet, können die Erwachsenen die Antwort im Büchlein nachlesen», führt Andrea Albiez, Rektorin Religionsunterricht Basel und Mitautorin des Kirchenführers, aus.

«In den katholischen Kirchen von Basel befinden sich Werke bedeutender Künstler: ein Taufstein von Jean Arp oder Glasfenster von Ferdinand Gehr», berichtet Köhn. Bei Kirchenneubauten habe die katholische Kirche Basel jeweils international renommierte Architekten, darunter Karl Moser oder Hermann Baur, beauftragt.

Religionsunterricht ist beliebt

Der neue Kirchenführer wurde von drei katholischen Stiftungen finanziert und konzentriert sich auf die römisch-katholischen Kirchen von Basel. In einem nächsten Schritt wird das Rektorat für Religionsunterricht Unterrichtsmaterialien für den Besuch in katholischen und reformierten Kirchen entwerfen, damit im ökumenischen Religionsunterricht die Kirchen beider Konfessionen vorgestellt werden können. «Der ökumenische Religionsunterricht ist sehr beliebt», erklärt Albiez.

Er werde von 75 Prozent der Kinder der 1. bis 6. Klasse besucht; viele von ihnen seien konfessionslos. «Das zeigt uns, dass es vielen Eltern wichtig ist, dass ihre Kinder eine religiöse Grundausbildung erhalten.»

Für Albiez ist der neue Kirchenführer zugleich eine Bestandsaufnahme: «Noch stehen alle katholischen Kirchen offen und können tagsüber von allen besucht werden.» Bei den aktuellen Diskussionen über die Umnutzung einzelner Kirchen sei es offen, ob dies auch in Zukunft noch möglich sei.

Der Kirchenführer ist erhältlich beim: Rektorat Religionsunterricht, Lindenberg 12, 4058 Basel, rektoratru@rkk-bs.ch, Fr. 10.– plus Versandspesen. Er ist ebenso in den katholischen Kirchen von Basel-Stadt aufgelegt.

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