Billig-Airline

Am Euro-Airport gestrandete Passagiere: Hotels verlassen, Reisen storniert

Abflughalle des Euro-Airport

Abflughalle des Euro-Airport

Die 170 Passagiere, die am Samstag am Euro-Airport gestrandet waren, haben ihre Hotels verlassen und die Reise weitgehend storniert. Für die litauische Billig-Airline Small Planet wird das sehr teuer.

Es sollte eine sommerliche Reise nach Kreta werden, doch für die Reisenden, darunter mehrere Familien, wurde es zum Ferienhorror: Sie wollten am Samstag ab Basel-Mulhouse fliegen – doch da war kein Flieger. 170 Personen waren gestrandet. Die meisten von ihnen mussten zwei Nächte lang in Hotels der Umgebung ausharren.

Mittlerweile ist der Flug der litauischen Billig-Airline Small Planet annulliert, in der Zwischenzeit hatte bereits die Hälfte der Passagiere ihre Reise storniert, wie Flughafen-Sprecherin Vivienne Gaskell gegenüber der bz sagt. Allein deswegen hätte es sich nicht gelohnt, den Flug aufrechtzuerhalten. Aber: "Die Reiseveranstalter haben dem Grossteil der Passagiere Alternativen angeboten."

Ausharren beim Flughafen

Unter diesen Alternativen waren Umbuchungen auf andere Flüge mit Hotelangebot am gleichen Ziel beziehungsweise ein ganz anderes Ziel. Wer das Alternativangebot nicht angenommen habe, bekomme sein Geld vollumfänglich zurückerstattet.

Von den 170 Gestrandeten übernachteten rund 120 Personen in den Hotels. Dies waren der Airport Club im elsässischen Blotzheim, das Airport Hotel Basel und das Hyperion in Basel. Die anderen Passagiere hatten sich entschieden, nach Hause zu gehen. Sie wohnten in der Nähe.

Der Ausfall wird teuer

Die Fluggesellschaft kommt das teuer zu stehen: Sie bezahlte die Hotelübernachtung, die Mahlzeiten, sowie den Transport von und zu den Hotels, so Gaskell. Der Flughafen selbst hat keine Handhabe bei solchen Ausfällen, wie dessen Sprecherin sagt: "Das ist Sache der Airline beziehungsweise des Reiseveranstalters. Wir stellen die Infrastruktur zur Verfügung."

Die Maschine von Small Planet war am Samstag wegen eines technischen Problems am Ausgangsort gar nicht erst in Basel angekommen. Für die Passagiere war die Airline darüber hinaus lange telefonisch nicht zu erreichen.

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