Kulinarik
Alles dreht sich um lokale und saisonale Feinkost – Basel lanciert mit Partnern eine Genusswoche

Während 10 Tagen soll lokale und saisonale Feinkost im Zentrum der Stadt stehen. Koordiniert wird das Projekt vom ehemaligen Muba-Chef Daniel Nussbaumer.

Rahel Koerfgen
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Koordiniert wird das Projekt Genusswoche vom ehemaligen Muba-Chef Daniel Nussbaumer.

Koordiniert wird das Projekt Genusswoche vom ehemaligen Muba-Chef Daniel Nussbaumer.

Nicole Nars-Zimmer (niz)

Viele Köche verderben den Brei, sagt der Volksmund. Im Falle der ersten Genusswoche Basel, die vom 12. bis 22. September 2019 an zahlreichen Orten in der Stadt stattfindet, scheint das nicht der Fall zu sein: Während die Kantons- und Stadtentwicklung als Initiator auftritt, mischeln noch viele Partner mit. Unter anderem sind laut einer gemeinsamen Medienmitteilung Pro Innerstadt, der Wirteverband und Gsünder Basel mit von der Partie.

Den Part des «Chefkochs» inne hat Daniel Nussbaumer. Der ehemalige Muba-Chef, dessen Vertrag bei der Messe bald ausläuft, arbeitet freischaffend und hat das Konzept für das Projekt entwickelt, wie er der bz sagt. Er sei fürs Marketing, Sponsoring und die Koordination der Anmeldungen zuständig.

«Unser Ziel ist es, Basel zur Genusshauptstadt der Schweiz zu machen», so Nussbaumer. Dabei steht ihm allerdings nur ein kleines Budget zur Verfügung, der Kanton steuert nichts bei. Dazu sagt Lukas Ott, Leiter der Kantons- und Stadtentwicklung: «Das Budget setzt sich aus verschiedenen Sponsoringbeiträgen zusammen, die zur Zeit eingeworben werden.»

Eine Plattform für Regionales

Die Idee der Genusswoche, so Nussbaumer, sei so bestechend wie simpel: «Sie soll den Genuss und die Freude am saisonalen Essen, an lokaler Feinkost und authentischem Handwerk fördern, diesem eine Plattform geben. Und all den Produzenten, Gastronomen, Bauern, Bäckern, Bierbrauern, Manufakturen, Feinkostläden und vielen anderen neue Kunden bescheren.»

Höhepunkt werde das Genussfestival am Samstag, 21. September. Dann präsentiere sich die kulinarische Vielfalt Basels gebündelt an einem Tag, in Läden, auf Plätzen und in Restaurants. «Ähnlich wie die Museumsnacht», so Nussbaumer. Noch sei nicht spruchreif, wo überall etwas los sein werde und wer mitmache, das sei zu früh. «Aber ich habe von etlichen Seiten positive Reaktionen erhalten.»

Der Plan ist, dass die Genusswoche Basel im Rahmen der Genusswoche Schweiz ab sofort jährlich stattfindet. Ist das realistisch in einer Stadt, wo ständig irgendwo ein Streetfoodfestival oder kulinarische Wochen, etwa in der Markthalle, über die Bühne gehen? «Wir legen den Fokus auf das Regionale. Damit grenzen wir uns ab, das funktioniert», ist Nussbaumer überzeugt.

Die Genusswoche ist Teil des regierungsrätlichen Massnahmenpakets für eine nachhaltige Ernährung Basel-Stadt; damit sollen laut Medienmitteilung Impulse bei der regionalen Lebensmittelversorgung und der nachhaltigen Verpflegung gesetzt werden. Interessierte, die mit einem Aufgebot aufwarten oder eine Lokalität zur Verfügung stellen wollen, können sich bis 15. Mai unter genusswochebasel.ch anmelden. Die Teilnahme ist kostenlos.

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