Verlosungsaktion

Aeschenplatz in der eigenen Wohnung? – Das Interesse an ausgedienten Strassentafeln ist gross

Diese Schilder werden am Freitag verlost.

Diese Schilder werden am Freitag verlost.

Strassentafeln, die ausgetauscht werden mussten, werden unter Interessenten verlost. Die Aktion des Tiefbauamts während der Sommerferien zieht Hunderte Teilnehmer auf Facebook an.

Die Gründe sind mannigfaltig, warum man sich für ein Strassenschild an der heimischen Wand begeistern kann. Etwa, weil man einen besonderen Bezug zur jeweiligen Strasse hat, zum Beispiel dort aufgewachsen ist. Weil es einer gewissen Komik nicht entbehrt, wenn der Gang zur Toilette der Aeschenvorstadt entlang führt. Oder das Pflanzenbeet den Namen Blumengasse trägt.

Eines ist sicher: Viele Basler stehen auf die Tafeln und wollen unbedingt eine haben. Das beweist die neueste Verlosungsaktion des Tiefbauamts Basel-Stadt auf Facebook von nicht mehr gebrauchten Strassenschildern. Es ist die dritte entsprechende Aktion des Amts.

Kommentare mit persönlichen Erinnerungen

Jeden Freitag während der Sommerferien wird ein Stoss Schilder verlost, insgesamt sind es rund 50. Diese Woche in der ersten Tranche sind unter anderem im Angebot: Aeschenplatz, Bäumleingasse, Augustinergasse und Claragraben werden am 10. Juli jeweils einer Person zugelost. Die Teilnahmebedingungen sind einfach: Man muss auf der Facebook-Seite des Bau- und Verkehrsdepartements den Namen der gewünschten Strasse als Kommentar zum entsprechenden Beitrag schreiben. Wer kein Facebook-Konto hat, kann sich via bvdtb@bs.ch per E-Mail an das Tiefbauamt wenden.

Bis gestern Abend haben rund 700 Personen den ersten Beitrag kommentiert. Besonders beliebt: die Bäumlein- und Augustinergasse sowie – kaum überraschend, weil prominent – der Aeschenplatz.

Doch weshalb werden die Schilder ausrangiert? Ein Sprecher des Bau- und Verkehrsdepartements gibt an, dass es sich einerseits um leicht beschädigte Tafeln handle. Andererseits hat es mit einem Beschluss der Regierung vom Jahr 2010 zu tun. Dieser besagt, dass Strassenschilder in Basel-Stadt zeitlich gestaffelt mit Informationen über Personen, Orte und Ereignisse, auf welche die Namen zurück gehen, ergänzt werden sollen. Dies bringt mit sich, dass die alten Schilder ohne nähere Bezeichnungen in Etappen ausgewechselt werden müssen.

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