Vitalik Buterin gilt als Wunderkind. Der erst 24-jährige kanadisch-russische Softwareentwickler ist Mitgründer der Kryptowährung Ethereum und einer der Vorreiter der Blockchain-Technologie. Jetzt ist er auch ein Ehrendoktor der Universität Basel: Verliehen wurde ihm die Würde vom Dekan der wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät, Aleksander Berentsen.

Mit der Ernennung des diesjährig jüngsten Ehrendoktors der Universität Basel am 558. Dies Academicus hat die Fakultät einen Coup gelandet. Ausgezeichnet wurde damit nicht eine in der Regel ältere Person, die sich seit Jahren, normalerweise Jahrzehnten mit der Arbeit um eine Forschungsmaterie verdient gemacht hatte, sondern ein internationaler Top-Entwickler, der gleichzeitig als Shooting-Star gilt. Die Auszeichnung nahm er persönlich entgegen.

Damit stützten die Wirtschaftswissenschaftler die Rede von Uni-Rektorin Andrea Schenker-Wicki, die sich dieses Jahr voll und ganz der Innovation widmete. Zum einen der technischen Innovation, zum andern aber der sozialen Innovation, die technische Entwicklungen erst wirkungsmächtig mache.

So sei die Entwicklung einer Impfung gegen Kinderlähmung ein wissenschaftlicher Durchbruch gewesen. Ihre gesamte Wirkung entfaltete sie aber erst, als flächendeckende Impfungen durchgeführt wurden. Nur so sei die Krankheit nachhaltig und im Kern bekämpft worden. Der Uni komme daher als Institution mit enormem Wissensschatz und grosser Innovationskraft auch im Rahmen der nationalen Wirtschaftskraft eine bedeutende Rolle zu.

Mit der Ehrendoktorwürde ausgezeichnet wurde auch der 80-jährige Autor Hansjörg Schneider, der in Aarau geboren wurde, in Basel lebt und durch seine Hunkeler-Romane grosse Berühmtheit erlangte. Weitere frischernannte Dr. h.c. sind Verena Grether, Gründerin und Stifterin der Klinik Hospiz im Park in Arlesheim, und Mediziningenieur Robert Riener, der im Bereich robotische Hilfsmittel für Menschen mit Handicap forscht.

Ebenfalls ausgezeichnet wurden Bundesrichter Thomas Stadelmann, der wissenschaftliche Zeichner Armin Coray sowie der deutsche Theologe Hans-Martin Barth und der amerikanische Neuroforscher Thomas R. Insel. Den Alumni-Preis erhielt die Wirtschaftswissenschaftlerin Beatrice Weder di Mauro. (ans/sda)