Abstimmungssonntag
Die eidgenössischen, kantonalen und kommunalen Resultate der Region in der Übersicht

Die Resultate aller kantonalen und kommunalen Vorlagen finden Sie im Zusammenschrieb sowie im Abstimmungsticker.

Lea Meister
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Im Kanton Baselland wird sowohl kantonal wie auch kommunal abgestimmt.

Im Kanton Baselland wird sowohl kantonal wie auch kommunal abgestimmt.

Christian Beutler / KEYSTONE

Die eidgenössischen Abstimmungen in der Übersicht

Das Baselbiet sagt mit 53 Prozent Ja zum Verhüllungsverbot, auch das Wirtschaftsabkommen mit Indonesien wird im Landkanton von 55 Prozent der Stimmenden befürwortet. Ein klares Nein gab es zum E-ID-Gesetz, 66 Prozent stimmten dagegen. Die Stimmbeteiligung auf eidgenössischer Ebene betrug 49 Prozent.

Im Stadtkanton wurde das Verhüllungsverbot mit 59,39 Prozent Nein-Stimmen klar abgelehnt:

Kanton Basel-Stadt

Auch das E-ID-Gesetz wurde mit 70,69% klar abgelehnt. Ein knapperes Nein mit 51,19 Prozent gab es zum Wirtschaftspartnerschaftsabkommen mit Indonesien. Die Stimmbeteiligung im Stadtkanton betrug 54,77 Prozent.

Einen ausführlichen Artikel zum Abstimmungsresultat in Ihrer Gemeinde findet sich auf der jeweiligen Gemeindeseite.

Die kantonalen Abstimmungen in der Übersicht

Im Baselbiet wurde über drei kantonale Vorlagen abgestimmt. Die Kompetenzbeschreibungen in den Lehrplänen wurden mit 66 Prozent klar abgelehnt. Grosse Zustimmung erfuhr derweil die Vorlage zur Bekämpfung der Schwarzarbeit, die mit 85 Prozent der Stimmen angenommen wurde. Auch das Gesetz über die Arbeitsmarktaufsicht wurde mit 84 Prozent sehr deutlich angenommen. Die Stimmbeteiligung auf kantonaler Ebene betrug 45,5 Prozent.

Die kommunalen Abstimmungen in der Übersicht

Quartierplan Buch-Hain: In einem Spickel am Waldrand im Westen von Reinach darf vorerst wieder nicht gebaut werden. Die Reinacher Stimmbevölkerung hat den Quartierplan Buch-Hain am Sonntag wuchtig abgelehnt, mit 57,7 Prozent Nein-Stimmen gegenüber 42,3 Prozent Ja-Stimmen. Damit bleibt der Landstreifen zwischen Wald und der Grenze zu Therwil, weiterhin unbebaut, obwohl es sich seit 70 Jahren um Bauland handelt.

Am 7. März stimmte Reinach über einen neuen Plan für die Überbauung Buch-Hain ab.

Am 7. März stimmte Reinach über einen neuen Plan für die Überbauung Buch-Hain ab.

Visualisierung zVg

Tempo 30: Die Referendumsabstimmung zu Tempo 30 in Maisprach brachte ein klares Resultat hervor. Mit 303 Ja- gegen 176 Nein-Stimmen wurde der Gemeindeversammlungsbeschluss von Ende November 2020 bestätigt. Die aufgeheizten Diskussionen im Dorf sorgten offenbar auch für die hohe Stimmbeteiligung von 68,96 Prozent. Damit kann die 940-Seelen-Ortschaft in ihrem Siedlungsgebiet Tempo 30 einführen. Der Gemeinderat strebt mit dieser Geschwindigkeitsreduktion zudem an, dass künftig auch auf der Möhlinstrasse Tempo 30 gilt. Das erfordert jedoch die Zustimmung des Kantons, weil dieser Abschnitt eine Kantonsstrasse ist.

Joel und Fabienne Brühwiler haben dafür gesorgt, dass Tempo 30 an die Urne kommt.

Joel und Fabienne Brühwiler haben dafür gesorgt, dass Tempo 30 an die Urne kommt.

zVg

Neubau Schulanlage Schönthal: Das Resultat ist deutlich, daran gibt es nichts zu rütteln: Im Verhältnis 3:1 schickte der Füllinsdörfer Souverän das Projekt für den Neubau der Schulanlage Schönthal an der Urne bachab. Bei der Referendumsabstimmung legten 1'170 Stimmberechtigte ein Nein ein, bloss 412 ein Ja. Die Beteiligung lag bei 58,7 Prozent.

Visualisierung des Neubaus der Schulanlage Schönthal in Füllinsdorf.

Visualisierung des Neubaus der Schulanlage Schönthal in Füllinsdorf.

zVg

Pumptrackanlage: Ettingen hat über die Kreditgenehmigung für die Erstellung einer Pumtrackanlage sowie eines Beachvolleyballplatzes auf der Sportanlage «Hintere Matten» abgestimmt. 2'402 Stimmrechtsausweise wurden abgegeben, 2'270 davon waren gültig. Die Zahl der Ja-Stimmen betrug 1'219, die der Nein-Stimmen 1'051. Der Kredit wurde somit genehmigt.

In Ettingen ist das Referendum gegen die Pumptrack-Anlage zustande gekommen.

In Ettingen ist das Referendum gegen die Pumptrack-Anlage zustande gekommen.

Kenneth Nars

Familien entlasten: Die Riehener Stimmbevölkerung hat die Initiative der Riehener SP «Familien entlasten: Für ein kinderfreundliches Riehen» mit knapp 72 Prozent verworfen. Die Gemeinde ist somit der Empfehlung des bürgerlichen Komitees gefolgt. Das Komitee «Nein zur bürokratischen und teuren SP-Initiative» zeigt sich in einer Medienmitteilung «hoch erfreut» über das Abstimmungsresultat. «Der klare Ausgang nach einer guten Kampagne enttäuscht uns. Offensichtlich konnten wir nicht wirklich über unser WählerInnenpotential hinaus mobilisieren», heisst es derweil in der Medienmitteilung der SP.

Fünf neue Mitglieder in Oberbaselbieter Exekutiven gewählt

In Reigoldswil, Böckten, Wenslingen, Wittinsburg und Kilchberg wurden vakante oder frei werdende Gemeinderatssitze neu besetzt. Rothenfluh muss in die zweite Runde. Die Kampfwahl in den Gemeinderat von Reigoldswil entschied der 1996 geborene Gerin Cherian klar für sich. In der Nachwahl wurden für ihn 271 Zettel eingelegt, Mitkandidat Martin Hurni vereinigte deren 208 auf sich. Die Wahlbeteiligung lag bei fast 43 Prozent.

Die neue Gemeinderätin von Böckten heisst Dorothea Bauhofer. Sie kam bei der Ersatzwahl auf 186 Stimmen. Bei der Nachwahl in Wenslingen wurde Christoph Bolliger als neues Exekutivmitglied gewählt. Auf ihn entfielen 199 Stimmen, die Wahlbeteiligung betrug knapp 44 Prozent.

Die Stimmberechtigten von Wittinsburg wählten Markus Hügli mit 122 Stimmen neu in den Gemeinderat. Das absolute Mehr lag bei 69, die Wahlbeteiligung bei gut 44 Prozent. Pascale Bolliger Fläckel zieht neu in den Gemeinderat von Kilchberg ein. Für sie wurden bei einem absoluten Mehr von 34 insgesamt 54 Wahlzettel eingelegt. Die Wahlbeteiligung belief sich auf fast 63 Prozent.

Pascale Bolliger Fläckel zieht neu in den Gemeinderat von Kilchberg ein.

Pascale Bolliger Fläckel zieht neu in den Gemeinderat von Kilchberg ein.

zVg

Bei der Gemeinderatsersatzwahl in Rothenfluh kam mangels offizieller Bewerbung erwartungsgemäss keine Wahl zu Stande. Von den bloss 66 gültigen Wahlzetteln stand auf deren zwölf der Name von Felix Rieder, die restlichen 54 entfielen auf verschiedene Personen. An diesem Urnengang beteiligten sich knapp 26 Prozent der Stimmberechtigten.

Wahlen im Kanton Solothurn

Im Kanton Solothurn waren die Wahlberechtigten aufgefordert, eine neue Regierung und ein neues Parlament zu wählen. Bei den Regierungswahlen schaffte der Schwarzbube Remo Ankli (FDP) mit Bravour die Wiederwahl.

Auch seine beiden Regierungskolleginnen Brigit Wyss (Grüne) und Susanne Schaffner (SP) erreichten das absolute Mehr. Von den vier Neu-Kandidierenden gelang hingegen niemandem der Einzug in die Regierung, weshalb es am 25. April zu einem zweiten Wahlgang kommt.

Kantonsratswahlen

Bei den Kantonsratswahlen lag das Schwarzbubenland im kantonalen Trend, der im Parlament zu einer Stärkung der SVP zu Ungunsten der SP führte. Im Dorneck-Thierstein gewinnt die SVP einen Sitz hinzu und hat neu drei Vertreter in Solothurn, während die SP einen Sitz verliert und nur noch zwei Parlamentarier aus dem Schwarzbubenland stellt.

Auch die Grünen gewinnen einen Sitz und haben neu zwei Mandate. Die traditionell starke FDP verliert hingegen einen Sitz und hat nur noch drei Sitze. Die CVP bleibt bei drei Sitzen.

In der Amtei Dorneck-Thierstein wurden gewählt:

Sibylle Jeker (SVP), Thomas Giger (SVP), Andrea Mepiell (SVP), Kuno Gasser (CVP), Susanne Koch Hauser (CVP), Bruno Vögtli (CVP), David Häner (FDP), Christian Thalmann (FDP), Mark Winkler (FDP), Karin Kälin (SP), Simon Esslinger (SP), Daniel Urech (Grüne), Janine Eggs (Grüne).

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