az-Leserwandern

Flussaufwärts der Aare entlang bis zur süssen Belohnung

Die einfache Wanderung der Aare entlang von Schinznach-Bad nach Rupperswil mobilisierte heute 164 az Leserwanderer. Mit Schwung ging es über die Spannbandbrücke durch die dynamische Auenlandschaft. Unterwegs gab es mehr als eine süsse Überraschung.

Vom Bahnhof Schinznach-Bad ging es direkt zur Aare herunter. Wanderleiter Bernhard Bütler von den Aargauer Wanderwegen bestimmte das Tempo. Bereits nach wenigen Minuten gab es bereits eine kleine Pause. Gelegenheit, die idyllische Flusslandschaft und die verschneiten Alpen in der Ferne zu geniessen. Kraftwerkführer Christian Pfiffner von der Axpo erklärte das 60-jährige Kraftwerk Wildegg-Brugg.

Dann führte die 8,5 Kilometer lange Wanderung weiter flussaufwärts. Trotz zügigem Tempo überholte kurz vor Wildegg eine Schulklasse die muntere Wanderschar. Beim Rastplatz neben der Kläranlage Möriken-Wildegg offerierte Gemeindeammann Hans-Jürg Reinhart im Namen der Gemeinde ein Glacé. Nach dem für einige Teilnehmerinnen eher ungewöhnlichen Znüni, ging es weiter dem schattigen Weg entlang.

Gemeindeammann von Möriken-Wildegg, Hans-Jürg Reinhart, zu seinem Glace-Geschenk

Gemeindeammann von Möriken-Wildegg, Hans-Jürg Reinhart, zu seinem Glace-Geschenk

Natur pur in der Flussaue

Höhepunkt der Wanderung war die Überquerung der gut hundert Meter langen Spannbandbrücke bei der dynamischen Flussaue zwischen Rupperswil und Auenstein. Wanderleiter Bernhard Bütler erinnerte an den denkwürdigen Entscheid von 1993 des Aargauer Stimmvolks. Sie hiessen gut, dass der Kanton ein Prozent der Kantonsfläche für Auenlandschaften ausscheidet. Die Flussaue bei Rupperswil gilt seither als bester Laichplatz in der Schweiz für Eschen.

Eine Aussichtsplattform bot später einen wunderbaren Überblick über das Auenschutzgebiet. Viele Wanderer waren zum ersten Mal hier und nahmen sich vor, wieder hierher zu kommen und die Natur genauer zu beobachten.

Am Tor zur Kantonshauptstadt

Nach gut zwei Stunden Marschzeit kamen die Wanderer zum Bahnhof Rupperswil, wo sie nach wenigen Metern mittels grossem Wegweiser zum Aarehaus geführt wurden. Die Gemeinde Rupperswil hatte eine Festwirtschaft eingerichtet. Die Bratwürste waren braun gebraten und die hungrigen Gäste bildeten eine lange Fassschlange. Nachdem alle den ersten Hunger gestillt hatten, wies Gemeindeammann Rudolf Hediger auf die Vorzüge seiner Gemeinde am Tor zur Kantonshauptstadt hin. Zusammen mit dem Gemeindeschreiber gab er später dem stellvertretenden Chefredaktor, Werner De Schepper, das Rupperswiler Lied zum Besten. Von der Zuckermühle und der Zile-Bonbonsfabrik durften die Gäste ebenfalls eine süsse Überraschung mit nach Hause nehmen.

Das Rupperswiler-Lied gesungen von Gemeindeammann Rudolf Hediger und Gescheindeschreiber Hans Zuber

Das Rupperswiler-Lied gesungen von Gemeindeammann Rudolf Hediger und Gescheindeschreiber Hans Zuber

«Eigentlich ist es wahnsinnig, was alles geboten wird», sagte Christian Fricker aus Holderbank. Der bekennende Mittwochwanderer schätzt es, dass er viele unbekannte Gebiete im Kanton Aargau und die guten Verbindungen mit dem öffentlichen Verkehr entdecken konnte. Er fragt sich bereits, was wohl nächstes Jahr geplant werde. Der jüngste Teilnehmer, der einjährige Mirco aus Rupperswil, der sich dieses Mal bequem von seiner Mutter Gaby Berner tragen liess, dürfte bis dann auch zu Fuss den Aargau erkunden.

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