Zofingen-Staffelbach

120 Wanderer waren auf dem falschen Weg

Heute wanderten die az-Leser zum ersten Mal in diesem Jahr. Die erste Etappe führte von Zofingen nach Staffelbach. Die 120-köpfige Gruppe verlief sich jedoch im Wald, weshalb die Wanderroute spontan angepasst werden musste.

Als die az-Wanderer im kühlen Wald das blühende, fast mannshohe Berufkraut, die Brombeerstauden, Nachtkerzen und Disteln bewunderten, waren sie schon lange auf dem falschen Weg. An einer Wegverzweigung bemerkte SAC-Wanderleiter Willi Müller, der die rund 120-köpfige Gruppe anführte, schliesslich den Fehler.

Während sich mehrere Köpfe über die Karten beugten, war den übrigen Wanderern eine erste kurze Rast vergönnt. Der Umweg sei nicht gross, befanden die Wanderleiter, und geschickt wurde verkündet, man nehme «einen anderen Weg als ursprünglich geplant».

Zwei brachen die Tour ab

Die Wasserbüffel in Hintermoos lieferten ein erstes Indiz auf den Wasserkanton Aargau, kurz darauf überquerte die Gruppe im Gänsemarsch ein Brücklein über die Uerke.
Zwei Mitwanderer hatten sich da schon verabschiedet, weil sie mit Fuss-, respektive Knieproblemen zu kämpfen hatten. Steil und schier endlos ging es teils an der prallen Sonne, teils durch den schattigen Wald nach Wiliberg hinauf. Bei diesem Aufstieg wurde die Wandergruppe endgültig auseinandergerissen.

Die Vordersten marschierten ohne Wanderleiter aus Wiliberg schon wieder weg, bevor die Nachzügler überhaupt eingetroffen waren. Trotzdem rastete ein Teil der Gruppe nun hier im Schatten der Bäume - die Mittagszeit war auch schon verstrichen und einige Wandererinnen hatten Unmut darüber geäussert, dass es noch keine anständige Pause gegeben hatte.
Damit verpassten die eiligen Wanderer die Ausführungen von Hans Lanz vom SAC Zofingen beim imposanten Steinbruch, wo bis zum Anfang des letzten Jahrhunderts Staffelbacher Sandstein abgebaut worden war. Dafür konnten sie schon früher vom Speckzopf und Wein kosten, den die Gemeinde Staffelbach offerierte.

Richtig auf die Wanderungen gefreut hatte sich Katharina Koch aus Sarmenstorf, die wie schon letztes Jahr ihren Appenzeller Sennenhund Amigo dabei hatte. Als «Jahreshighlight» bezeichnet sie die Leserwanderungen, bei denen ein «Familiengefühl» herrsche. «Hier können Leute, die alleine sind, schöne Erlebnisse tanken und Kontakte knüpfen», sagt sie.

Leserwandern statt verreisen

Das erste Mal dabei war Stéphane Garraux aus Gränichen, der mit seiner Frau beschlossen hatte, anstatt in die Ferien zu reisen, ein bis zwei Wochen lang an den Leserwanderungen teilzunehmen. «Das ist interessant und gut für die Kondition», sagt er.

Bereits gut eingelaufen sind die Schuhe von Erwin Giger aus Mühlau. Seit zwei Jahren umwandert er in Etappen den Aargau. Die gestrige Etappe passte in sein Wanderprojekt, so schloss er sich erstmals der Gruppe an.

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