Salon Genf
Zu Gast bei Freunden

Im Palexpo-Komplex in Genf zeigt die Autoindustrie am Automobilsalon noch bis zum 16. März 2014 was sie zu bieten hat und wohin die Reise der Individualmobilität gehen wird.

Markus Chalilow
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Mazda Hazumi Concept

Mazda Hazumi Concept

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Der Automobilsalon von Genf ist eine der wenigen Ausstellungen, bei denen sich die Hersteller auf neutralem Terrain bewegen. Obwohl oder gerade weil die Schweiz keine einheimische Automarke mehr hat, bleibt die Expo in der Calvinstadt einer der wichtigsten Fixpunkte im Terminkalender der Autoindustrie. Offenbar schätzt man die kompakte Ausstellung sehr, denn wer vom 6. Bis 16. März nach Genf pilgert bekommt eine enorme Anzahl an Neuheiten zu sehen.
Bei Audi richtet sich der Fokus auf das Sportcoupé, den neuen TT. Das Design ist mehr Evolution als Revolution, zumindest aussen. Innen hat sich dafür einiges getan. So fungieren die drei grossen Lüftungsdüsen gleichzeitig als Bedienteil für die Klimaregelung. Und natürlich gibt’s stramm sitzende Sportsitze und auf Wunsch auch sehr leistungsstarke Motoren und Allradantrieb. Natürlich gibt’s bei den Ingolstädtern wie bei fast allen anderen Herstellern auch Konzeptfahrzeuge zu sehen, die allerdings meist als Fingerübung der Designer denn als handfeste Zukunftsaussichten betrachtet werden müssen.
BMW hat in den vergangenen Monaten und einer echten Modelloffensive geblasen. Das Highlight in Genf ist zugleich ein Tabubruch. Denn der 2er Active Tourer ist nicht nur der erste Minivan der Bayern sondern mit seinem Vorderradantrieb auch technisch Neuland für BMW. Technisch basiert er auf dem neuen Mini. Ferner zu sehen die neuen Baureihen im wie das 4er Gran Coupé oder auch der überarbeitete X3.
Citroën zeigt sich derzeit von seiner ganz innovativen Seite. Der C4 Cactus ist so einwenig Revolution des ehemaligen Avantgarde-Herstellers. Luftpolster sollen kleine Schrammen an der Karosserie vermeiden, Innen setzt man auf Purismus und dank dem Entfall einiger Komponenten ist der «Cactus» nicht einmal eine Tonne. Bleibt abzuwarten, ob dieser Mut der Franzosen mit diesem ungewöhnlichen Auto-Konzept von den Kunden honoriert wird. Bei den kleinsten Fahrzeugen hat Citroën, zusammen mit Peugeot (108) und Toyota (Aygo) ebenfalls ein neues Feuer im Eisen. Der C1 (und seine technisch identischen Brüder) ist ein schmuckes Kleinauto, welches in Tschechien vom Band rollt.
Bei Fiat, der Hauptsitz wird in naher Zukunft von Italien nach Holland verlegt, steht der Salon ganz im Zeichen von Freiheit und Abenteuer. Mit dem Panda Cross und dem Freemont Cross sind zwei, auf Offroadabenteuer getrimmte Derivate bereits bekannter Modelle zu sehen. Viel mehr hat man in Turin derzeit leider nicht zu bieten.