Jaguar

Wiederbelebte Sportlichkeit

Jaguar XFR-S Sportbrake

Jaguar XFR-S Sportbrake

Mit einem Grossaufgebot an sportlichen Autos will Jaguar den Verkaufserfolg der vergangenen Jahre festigen. Alle Baureihen bekommen ein Zugpferd mit mindestens 500 PS. Das macht bei einigen Modellen mehr Sinn als bei anderen.

Die Marke Jaguar kann auf eine wunderbare britische Geschichte zurückblicken. Es begann alles anno 1922 mit der Herstellung vom Seitenwagen für Motorräder. Heute gehört Jaguar zusammen mit Land Rover zur indischen Tata-Gruppe, und seither läuft es richtig gut. Interessante Modelle wie die klassische Limousine XF oder der atemberaubende Zweisitzer, der F-Type, haben der Marke enormen Schwung verschafft. Die Modelle kommen nicht nur optisch eigenständig daher – auch unter dem Blech ist überall, wo Jaguar draufsteht, auch Jaguar drin. Das war nicht immer so, denn als die Marke zum Ford-Konzern gehörte, wurde die Gleichteilestrategie auf die Spitze getrieben, und viele Kunden wurden vergrault. Niemand wollte einen Ford Mondeo mit Jaguar-Emblem.
Das sind wie erwähnt Tempi passati. Neben dem eigenständigen Design verfügt Jaguar auch über eigene Benzin- und Dieselmotoren. Und diese Motoren können es in sich haben. Ganz besonders der satte Fünfliter-Achtzylinder mit Kompressor ist geradezu prädestiniert dazu, aus jedem Jaguar einen richtig sportlichen Wagen zu machen. Und Leistung verkauft sich auch heute noch gut. Nicht zuletzt deshalb gibt es für alle Baureihen ein «R»-Modell mit besagtem Achtzylinder. Und wem das nicht reicht, der kann auch noch zum Kürzel R-S greifen. Da sind es dann 550 PS, eine noch sportlichere Fahrwerksabstimmung und Rennsport-Insignien im Innenraum.

Eines der Highlights der Sportmodelle ist sicher die Coupé-Variante des F-Type. Wunderbar geschwungene Karosserie, tiefe Sitzposition und mächtig Dampf unter der Haube, kombiniert mit Hinterradantrieb – das sind Garanten für viel Fahrspass. Auch hier gibt es neu eine «R»-Version mit 550 PS. Derart motorisiert schafft das F-Type Coupé R den Sprint aus dem Stand auf 100 km/h in 4,2 Sekunden, der Topspeed liegt bei elektronisch begrenzten 300 km/h. Doch der zweisitzige Jaguar kann nicht nur schnell geradeaus. Dank elektronisch gesteuertem Hinterachsdifferenzial, einer hervorragenden Lenkung und mächtigen Bremsen ist der «R» durchaus auch für die Rennstrecke geeignet. Ausserdem gibt es erstmals bei Jaguar auf Wunsch auch Bremsen aus Keramik-Komposit-Material. Alleine diese hochklassige Bremse reduziert das Fahrzeuggewicht um 22 Kilogramm.

Das Auto liegt hervorragend auf der Strasse, dank der wunderbaren Sitze fühlt sich der Fahrer ins Auto integriert. Klar ist aber, dass man Abstriche beim Fahrkomfort machen muss – Kurvenperformance gibt es auch heute nicht umsonst. Nicht minder potent, aber halt deutlich schwerer sind die beiden Power-Limousinen XF und XJ. Auch hier kann der Kunde bis zu 550 PS ordern – macht zwar etwas weniger Sinn als bei einem Sportwagen – aber wers haben will, bekommt es. Ganz neu ist die höchste Leistungsstufe beim XF Sportbrake. Er wird damit zu einem der dynamischsten Kombis auf dem Markt. Der XFR-S Sportbrake bietet mächtig Kraft und gleichzeitig einen riesigen Stauraum. Und wird damit zu einem valablen Konkurrenten der Sport-Kombis von Audi, BMW oder Mercedes. Allerdings ist uns im Falle des Kombis die Modellpolitik ein Rätsel. Es gibt ihn derzeit entweder mit Dieseltriebwerk (bis zu 275 PS) oder als Supersportler mit 550 PS ab 141’500 Franken. Einen schwächeren Benziner sucht man ebenso vergebens wie Allradantrieb.

Für all jene, deren Budget nicht ganz so gross ist, die aber dennoch auf sport liche Optik stehen, hat Jaguar die R-Sport pakete ins Programm aufgenommen. Derzeit nur für den XF lieferbar, werden wohl bald auch weitere Modelle mit dem Paket angeboten. Der Aufpreis zum Basismodell XF beträgt 4400 Franken und beinhaltet unter anderem R-Sport-Bezeichnungen auf den seit lichen Luftauslässen, am Lenkrad und den Einstiegsleisten. Aussen gibt es einen Sport- Stossfänger vorn mit schwarzem Kühlergrill, R-Style-Seitenschweller, einen kleinen Heckspoiler und einen neuen Heckdiffusor (ausser beim Diesel). Die Preise für den XF R-Sport beginnen bei 63’800 Franken, für den Kombi sind mindestens 67’800 Franken fällig.

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