Mini

Weniger Türen für mehr Geld

Mini Paceman

Mini Paceman

Ganz so einfach ist die Formel bei der mittlerweile siebten Mini-Variante zwar nicht. Dennoch dürfte der dreitürige Mini Paceman auf Basis des Countryman nicht der Topseller der Palette werden. Zumindest in der Schweiz nicht.

Rund 2000 Franken wird der Aufpreis für den hochbeinigen Mini gegenüber dem fünftürigen Modell betragen. Die genauen Preise sind derweil noch nicht definiert, da der Wagen erst ab März 2013 verfügbar ist. Aber: im höheren Preis sind auch Mehrwerte enthalten. Eine etwas gehobenere Ausstattung sowie ein deutlich sportlicheres Fahrwerks-Setup bekommt man bei allen Motorisierungen serienmässig dazu. Bei Mini rechnet man damit, dass die besonders beliebte Motorisierung Cooper S mit 184 PS unter 33'000 Franken angeboten werden kann. Daneben gibt es zwei Diesel (112 und 143 PS) sowie einen Basis-Benziner mit 112 PS. Und: wie beim Countryman ist der Paceman ausser mit dem schwächsten Benziner auch mit Allradantrieb lieferbar.

Doch was bekommt man für sein Geld, ausser einem Minus bei der Anzahl Türen? Deutlich mehr Fahrspass. Der Paceman wirkt nahezu so agil wie eines der klassischen Mini-Modelle, welche seit 2001 unter der Ägide von BMW in England produziert werden. Zwar verfügt der Paceman nicht über das sehr agile, hochpräzise Fahrverhalten der «kleinen» Mini’s, aber er ist auch nicht so weit davon entfernt wie der Countryman. Will heissen, man kann mit dem Dreitürer auf kurvigem Geläuf durchaus viel Spass haben. «Schuld» an diesem plus an Fahrfreude ist zum einen das deutlich straffer abgestimmte Fahrwerk. Zusammen mit der Absenkung der Karosserie ergibt sich eine deutlich geringere Wankneigung des Aufbaus sowie ein besseres Feedback der Lenkung. Trotzdem ist der Paceman nicht unkonfortabel, die Federwege sind nach wie vor lang genug um auch schlechte Strassen zu verkraften und der Abrollkomfort ist mehr als akzeptabel. Nur tiefe Querfugen erschüttern das Auto kräftig und die Abrollgeräusche der mächtigen Räder sind stets präsent. Wem das zu sportlich ist kann den Paceman ohne Aufpreis auch mit dem konventionellen Setup ordern.

Obwohl die Dachlinie hinten deutlich abfällt, bekommen die Fondpassagiere keinerlei Platzangst. Wenn sie sich den Mal in «ihr» Abteil eingefädelt haben. Schuld Natürlich lässt sich auch im Paceman die Rücksitzbank geteilt abklappen, was das Gepäckraumabteil von 330 auf 1080 Liter anwachsen lässt.

Nach wie vor an Bord ist auch der mächtige, mittig platzierte Tacho,  bei welchem sich das Tempo - bei den teurere Versionen mit integriertem Navigationsbildschirm - nur mässig gut ablesen lässt. Vielmehr erinnert die grosse Glasfläche und der umlaufende Chromzierring irgendwie an die Türe einer Waschmaschine. Immerhin gibt’s zwischen den beiden kleinen Rundinstrumenten direkt vor dem Fahrer eine kleine Digitalanziege der Geschwindigkeit. Und: Wie beim Countryman sind die Tasten für die Fensterheber in der Türe angebracht und nicht zuunterst in der Mittelkonsole. Konsequent ist Mini was die Benzinsparmassnahmen angeht. Alle Modelle mit allen Motorisierungen verfügen serienmässig über eine Stop-Start-Automatik, die wirklich perfekt funktioniert. Zusammen mit den sparsamen Triebwerken sollen Durchschnittsverbräuche von 4,4 L/100 km (Paceman Cooper D) möglich sein.

Extrem: Mini John Cooper Works GP

Mini John Cooper Works GP

Extrem: Mini John Cooper Works GP



Bereits im November ist das andere Extrem der Mini-Platte lieferbar. Der Mini John Cooper Works GP ist der derzeit heisseste Mini im Angebot. Von den weltweit 2000 Exemplaren des Zweitürers mit zwei Sitzpätzen sollen 100 Wagen den Weg in die Schweiz finden. Der «GP» ist der ultimative Kurvenstar in der Mini-Familie und verfügt dank 218 Turbo-PS nicht nur über einen exzellenten Antrieb. Fahrwerk, Lenkung und Bremsen sind einzig für maximalen Fahrspass ausgelegt. Das hat natürlich seinen Preis:mindestens 47'900 Franken werden fällig, will man sich den Sport-Mini in die Garage stellen.

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