Die neue Limousine ist das dritte Modell der A3-Baureihe und das erste Stufenheck-Modell im kompakten Premium-Segment. Audi lobt den Viertürer ob seiner Sportlichkeit, die auch auf konsequenter Leichtbautechnologie basiert. Ein Beispiel: Der 1,4 TFSI (Benziner mit 6-Gang-Automatik «S-tronic») wiegt leer nur 1,25 Tonnen, der Passagierraum besteht zu einem grossen Teil aus formgehärtetem Highend-Stahl, die Motorhaube aus Aluminium, das spart Gewicht. Auch bei den Motoren und beim Fahrwerk gilt: Weniger Gewicht gleich mehr Leistung. Die Limousine ist 4,45 Meter lang (das ist etwas mehr als beim gewöhnlichen A3), was vor allem den Passagieren im Fond ein Stück mehr Beinfreiheit gewährt. Grosse Leute müssen den Kopf allerdings etwas einziehen, dort hinten ist nicht sehr viel Luft nach oben, dafür wirkt das Auto sportlicher, weil: nicht so hoch. Der Kofferraum hat Platz für immerhin 425 Liter im Normalzustand, erweiterbar auf 880 Liter.

Von aussen betrachtet (und von innen auch) ist es einfach ein Audi der neuesten Generation, in bewährter Optik, hier und dort wurden kleine, eher unwesentliche Anpassungen vorgenommen. Bloss das Heck, das ist brandneu: Da ist ein kecker Spoiler dezent in den Kofferraumdeckel integriert. Damit wird wohl auch ein wenig versucht,  etwas die Biederkeit (man könnte auch Klassik sagen, das wäre etwas freundlicher) zu brechen, die diesen kleineren Limousinen stets ein wenig anhaftet. Wieviel man von der neuen A3 Limousine schweizweit verkaufen wird, mag Audi noch nicht vorhersagen. Als Vergleich: Beim A4 liegt der Limousinenverkauf bei etwa 5 Prozent, vom A3 verspricht man sich etwas mehr, der sportlich-dynamische Look soll es bringen.

Das Fahrwerk lässt sich verstellen, als Modi sind wählbar: «auto», «dynamic», «eco» und «comfort». Auf unseren Fahrten über die holprigen Strassen Ungarns (wo auch die A3 Limousine hergestellt wird) haben wir die komfortable, weiche Federung im «comfort»-Modus sehr geschätzt. Sowohl die S-tronic (also Doppelkupplungsgetriebe DSG) wie auch die handgeschalteten Modelle fahren sich erwartungsgemäss bestens, das ist gut, alles. Die bewährte hohe Audi-Qualität halt. Selbst der «kleine» 1,4 Liter TFSI (mit manuellem 6-Gang-Getriebe), auch wenn er nur über 105 PS verfügt: Er fährt sich fein, auf der Landstrasse bestens, ist aber auch erfreulich wendig in engeren Kurven.

Audi A3 Sedan Innenraum

Audi A3 Sedan Innenraum


Die erste Lieferung – er kommt Mitte September zum Schweizer Händler - sieht drei Motorisierungen vor: Zwei TFSI-Benziner als 1,4 (140 PS) und 1,8 Liter (180 PS), frontgetrieben, beide mit S-tronic, sowie ein 2,0 Liter TDI mit 150 PS und 6-Gang-Handschaltung. Die Verbräuche liegen, laut Werk, bei 4,1 l/100 km beim Diesel und 4,6 respektive 5,7 l/100 km bei den Benzinern. Ein besonders sparsamer 1,6-Liter-Diesel ist geplant, dieser soll auf Ende Jahr kommen; ein S3 2,0 TFSI mit 300 PS ist auf das Frühjahr 2014 vorgesehen, Ein «quattro»-Antrieb ist ebenfalls geplant. Hinter vorgehaltener Hand wird auch von einem Cabriolet gemunkelt. Das soll bereits im Herbst an der IAA in Frankfurt vorgestellt werden und wird dann wohl pünktlich zur Cabriosaison im nächsten Jahr zu kaufen sein.

Der 2,0 Liter TDI kostet 38'650 Franken, Basisversion, 6-Gang manuell. Genau so viel bezahlt man für den 1,4 Liter TFSI mit S-tronic, die handgeschaltete Version wird sicher günstiger sein; wieviel genau, konnte uns Audi aber noch nicht sagen. Der 1,8 Liter TFSI kostet 40'600 Franken, ebenfalls mit S-tronic. Schickes Zubehör, Assistenz- und Infotainmentsysteme gibt es gegen Aufpreis wie immer - ohne Ende.