Suzuki

Überraschend und sehr sparsam

Suzuki Vitara

Suzuki Vitara

Im Test zeigte sich der neue Suzuki Vitara nicht nur als Alleskönner, der Wagen hat auch einen Spatzendurst.

Kompakte SUV sind beliebt, nicht nur in der Schweiz. Diesem Trend folgt auch Suzuki mit dem neuen Vitara, allerdings gehen die Japaner, gemeinhin als Kleinwagenspezialisten bekannt, einen anderen Weg als viele andere Hersteller. Denn der Suzuki ist nicht nur sehr leicht, sondern auch sehr sparsam und bei der Optik bei Weitem nicht so martialisch wie viele seiner Konkurrenten. Er ist kein eigentlicher Offroader, die Sitzhöhe zum Beispiel liegt irgendwo in der Mitte zwischen Limousine und echtem 4×4. Das macht das Ein- und Aussteigen echt einfach, da helfen aber auch die weit öffnenden Türen.

Im Test stand die Topversion Sergio Celano mit allen nur denkbaren Extras an Bord. Leder, Alcantara, sehr einfach zu bedienendes Infotainmentsystem, Sitzheizung usw. Und auch bei den Assistenzsystemen hat man bei Suzuki aufgerüstet. Er verfügt zum Beispiel über einen Kollisionswarner, dessen Vorwarnreichweite sich verändern lässt. Dazu gibts viel Platz im Innenraum, insbesondere die Kopffreiheit ist sehr grosszügig.

Unter der Haube arbeitet ein Vierzylinder-Diesel mit einem Hubraum von 1,6 Litern. Seine Leistungsdaten klingen nicht gerade berauschend. 120 PS generiert der Motor, dazu ein maximales Drehmoment von 320 Nm ab 1750 Umdrehungen. Doch, weil der Suzuki leer keine 1400 kg wiegt, das Getriebe sich wunderbar einfach schalten lässt und auch keine Monsterreifen montiert sind, kommt man mit dem Vitara flott voran. Und verbraucht dabei sehr wenig Diesel. Im Testschnitt waren es 5,l Liter pro 100 Kilometer. Das sind nur gerade sechs Deziliter mehr, als der Hersteller verspricht. Sehr ordentlich!

Suzuki Vitara

Suzuki Vitara

Hinzu kommt beim Topmodell eine Garantie von fünf Jahren. Das alles hat allerdings auch seinen Preis. Während man den Vitara – den es anders als bei vielen Konkurrenten – ausschliesslich als 4×4 gibt, mit dem 120-PS-Benziner bereits ab 22'990 Franken bekommt, war unser Testwagen deutlich teurer. 33'490 kostet der Top-Diesel, mit Automatik ist er gar noch drei Tausender teurer. Dennoch erscheint uns der Preis angesichts der Ausstattung sehr fair. Allen neuen Vitara – egal mit welcher Ausstattung – gemein ist der nicht gerade riesige Kofferraum, aber auch die gute Übersicht dank der relativ grosszügigen Fensterflächen.

Der neue Vitara ist für all jene sicher eine Überlegung wert, die sich optisch wie technisch vom SUV-Einheitsbrei abheben möchten und dennoch auf nichts – zuallerletzt auf Allradantrieb – verzichten mögen. Und im Falle unseres Testwagens wert auf echt geringen Verbrauch und damit einhergehenden, kleinen Emissionswerten legen. Der Suzuki Vitara ist sicher nicht so edel wie die so genannten Premium-Konkurrenten vorab aus Europa, aber manchmal ist weniger einfach mehr.

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