Umziehen ist Schwerstarbeit. Wer kein Umzugsunternehmen an seiner Seite hat, muss selbst schleppen. Und selbst laden und transportieren. Nebst Lieferwagen sind Anhänger beliebte Transporthelfer. Gerade in Zeiten des SUV-Booms wird sich mancher dazu entscheiden, einen Hänger ans Auto zu schnallen und so ins neue Heim zu ziehen. Um das sicher und problemlos über die Bühne zu bringen, sollte man aber einige Sachen beachten.

1. Planung
Entscheidend ist natürlich zunächst, dass der Hänger genügend Platz bietet. Noch wichtiger ist es allerdings, die Angaben im Fahrzeugausweis von Anhänger und Zugfahrzeug zu überprüfen. Der BMW X3 30d im Beispiel verfügt über eine Anhängelast von 2,4 Tonnen. Der Anhänger hat ein Leergewicht von 750 kg. Es dürfen also 1650 kg zugeladen werden, sofern das die Nutzlast des Hängers nicht überschreitet. Achtung: Die Anhängelast des Zugfahrzeuges ist unterschiedlich, je nach dem, ob der Hänger über eine Bremse verfügt oder nicht. Beim Zugfahrzeug ist vor allem zu beachten, dass Anhängerkupplung und Steckverbindung für die Elektrik zum Hänger passen. Grundsätzlich eignet sich fast jedes Auto zum Zugfahrzeug. Vor allem, wenn es bergauf geht, sind jedoch drehmomentstarke Diesel mit einer Wandler-Automatik die wohl besten Zugpferde.

2. Laden
Beim Beladen ist darauf zu achten, die schweren Gegenstände möglichst tief und nahe der Achse zu platzieren, sodass der Anhänger fahrstabil bleibt und die maximale Deichsellast nicht überschritten wird. Die Ladung darf seitlich nicht über den Anhänger hinausragen. Die Maximale Breite ist indes auf 2,55 Meter begrenzt. Die Höhe darf 4 Meter nicht übersteigen, in der Länge sind 12 Meter erlaubt.

3. Sichern
Vor allem bei offenen Hängern ist es unerlässlich, die Ladung korrekt zu sichern. Am besten eignen sich dafür Spanngurte. Sie sollten weder verdreht noch geknickt werden und möglichst gleichmässig gespannt sein. Als zusätzliche Sicherheit empfiehlt sich ein Netz, das besonders für kleinere Gegenstände optimalen Schutz bietet.

4. Fahren
Beim Fahren mit Anhänger gilt eine Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h – auch auf der Autobahn. Natürlich sollte man vor allem in engeren Kurven den Anhänger mit einberechnen und etwas weiter ausholen. Beim Bergabfahren so viel wie möglich die Bremswirkung des Motors ausnutzen, da die Bremse durch das höhere Gewicht stark gefordert ist. Wer mit einem Handschalter oder Doppelkupplungsgetriebe einen Anhänger zieht, muss am Berg möglichst zügig Anfahren, ohne die Kupplung lange schleifen zu lassen, da diese ansonsten überhitzt. Das kann auch beim langsamen Rollen passieren. Wandler-Automaten sind hier unempfindlicher.