Obwohl die Schweiz ja kein typisches Land für den Einsatz von Pick-ups ist, verkauft sich der Büezer-Geländewagen (Rockstar Gölä fährt auch einen) ganz gut. Die Verkaufszahlen könnten sich nun noch deutlich steigern, denn VW bringt zwei weitere Versionen des Amarok auf den Markt. Zum einen das echte, harte Arbeitstier Amarok Single-Cab mit nur zwei Sitzplätzen und entsprechend grosser Ladefläche. Und zum anderen den bereits bekannten Amarok mit Doppelkabine und einem Achtstufen-Automatikgetriebe.

Mit der Automatik soll der Amarok nicht nur einfacher zu bedienen sein, sondern auch deutlich weniger verbrauchen. Dank der automatischen Start-Stop-Funktion und der langen Gesamtübersetzung soll der VW im Schnitt nur 7,6 Liter pro 100 Kilometer verbrauchen. Was nach den ersten Kilometern mit dem Geländewagen auffällt ist aber auch die Tatsache, dass die Abstimmung der Automatik hervorragend gelungen ist. Die Schaltstrategie der Wandlerautomatik ist sehr gut auf den aufgeladenen Vierzylinder-Diesel im Bug abgestimmt. Wilde Schaltvorgänge sind der Automatik – trotz der grossen Anzahl an Gängen – völlig fremd. Das bedeutet, dass man das maximale Drehmoment von 420 Nm (Leistung 180 PS) wirklich ausnützen kann. Die Fahrstufen werden bis in tiefste Drehzahlregionen (ca. 1300/min) wenn möglich nicht gewechselt. Dank der 180 Pferdestärken beschleunigt der Amarok zudem auf Wunsch recht vehement.

Die grosse Anzahl an Gängen hat insbesondere im Gelände einige Vorteile. Denn so ist es möglich, die Übersetzung der ersten Fahrstufen sehr kurz zu halten und damit bei langsamer Offroadfahrt trotzdem immer genügend Kraft zur Verfügung zu haben, ohne dass ein Untersetzungsgetriebe verbaut werden muss. Die vier Räder werden permanent mit Drehmoment beaufschlagt, auf Wunsch ist zudem eine mechanische Quersperre für die Hinterachse lieferbar, die sich per Knopfdruck aktivieren lässt.

Maximal kann der Amarok mit Automatik 3,2 Tonnen an den Haken nehmen, was einer Steigerung von 200 kg gegenüber dem Modell mit manueller Schaltbox entspricht. Der Zweiliter-Diesel unter der Haube verrichtet seinen Dienst lautstark, durch die gelungene Schallisolierung des Innenraums ist das Arbeistgeräusch des Dieseltriebwerks aber bei weitem nicht so störend wie bei einigen Konkurrenten des VW Pick-up. Der Amarok DoubleCab mit Automatikgetriebe ist in der Schweiz ab sofort in allen drei – von den anderen Modellen bekannten - Ausstattungsvarianten bestellbar. Die Preise beginnen bei 40 890 Franken für den DoubleCab Startline 2,0-Liter-Biturbo-TDI.