Vor einem Jahr zeigte Faraday Future an der Elektronik-Messe CES in Las Vegas (noch bis 8.1.17) noch ein Konzeptauto. Nun meint es das in Kalifornien ansässige Unternehmen mit chinesischen Investoren aber ernst und zeigt das erste für die Serienproduktion vorgesehene Auto: Den FF91.

Faraday Future FF91

Faraday Future FF91

Schon nächstes Jahr soll das grosse Elektro-SUV auf die Strasse rollen und alles bisher da gewesene in den Schatten stellen. Bestellungen werden bereits gegen eine Reservationsgebühr von 5000 US-Dollar entgegen genommen. Der FF91 soll, wie der Konkurrent von Tesla, mit einer grossen, im Boden verbauten Batterie ausgestattet sein. Diese hat laut Hersteller eine Kapazität von 130 kW. Das soll für eine Reichweite von 700 Kilometer reichen und damit alle momentan erhältlichen Elektroautos übertrumpfen.

Batteriepaket im Unterboden.

Batteriepaket im Unterboden.

Bis zu 1050 PS soll der SUV so an alle vier Räder schicken können. Für den Sprint von null auf 100 km/h nennt Faraday Future eine Zeit von 2,39 Sekunden – das Model S von Tesla braucht in seiner stärksten Ausführung 2,5 Sekunden.

Auch beim Laden will der Neuling die Nase vorne haben: Bis zu 500 Meilen Reichweite soll er pro Stunde laden können. Damit wäre der Akku in weniger als einer Stunde wieder voll. Wo man eine entsprechende Ladesäule finden kann, ist aber noch nicht bekannt. Mit dem mitgelieferten Ladegerät sollen 50% Akkuladung in weniger als 4,5 Stunden möglich sein.

Heim-Ladegerät.

Heim-Ladegerät.

Zahlreiche Kameras und Sensoren erfassen nicht nur das Geschehen rund um das Auto – der FF91 soll dereinst zumindest autonom einparken können – sondern auch im Auto. So soll das Fahrzeug das Gesicht des Fahrers erkennen und entsprechend die Türen entriegeln, Sitz und Klima einstellen und sogar eine zur Stimmung des Fahrers passende Musik abspielen.