Honda e Concept

Der niedlichste Stromer vom Salon

Honda e Concept

Honda e Concept

Am Donnerstag eröffnet der 89. Automobilsalon in Genf. Der Trend geht 2019 zu kompakteren E-Autos - zum Beispiel beim Honda e Concept.

Die Zukunft soll elektrisch werden. Dieser rote Faden zieht sich schon seit einigen Jahren durch die Automessen dieser Welt. Da macht auch der Genfer Automobilsalon keine Ausnahme. E-Autos gab es hier in den vergangenen Jahren an zahlreichen Ständen zu sehen, sei es als Studie oder als serienreifes Modell. Das wird sich auch am 89. Salon in Genf fortsetzen, welcher diesen Donnerstag seine Pforten öffnet. Allerdings scheint sich der Trend zum E-Mobil langsam zu demokratisieren.

Nachdem vor allem E-Neulinge im SUV-Segment von sich reden machten, scheinen die Hersteller in Genf nun die nächst kleinere Liga unter Strom zu setzen - sodass der E-Antrieb nach und nach erschwinglicher werden wird. Ein durchaus übliches Vorgehen - schliesslich waren Klimaautomatik und Navigationssysteme dereinst auch der Oberklasse vorbehalten.

Natürlich sind E-Autos im Kompaktsegment keine Weltneuheit; bei Nissan, Renault ober BMW beispielsweise sind sie schon länger im Angebot. Doch die Neuheiten in Genf zeigen, dass das Angebot bald deutlich breiter werden dürfte, weil neue Hersteller den E-Antrieb für sich entdecken wollen. So zum Beispiel Honda. Die Japaner zeigen in Genf eine seriennahe Studie für den ersten Stromer der Marke. Der Honda e dürfte noch 2019 als Serienversion präsentiert werden und 2020 schliesslich auf die Strasse kommen. Beim Karosseriedesign setzt der Kleine auf gekonnt inszenierten Retro-Charme: Das Aussenkleid erinnert, wie schon bei der vorgängigen Studie Urban EV (2017), an den Ur-Civic von 1972, aber auch an den VW Golf der ersten Generation. Das macht den Kleinwagen niedlich - und dürfte ihm gerade in Europa zu etwas mehr Popularität verhelfen.

Im Innenraum dominieren hübsche, grossflächige Holz-Zierelemente - und natürlich riesige Touchscreens, also alles andere als Retro-Charme. Das gilt auch für die Technik. Denn der Honda e setzt auf Hinterradantrieb für mehr Fahrspass. Der Strom wird in einer wohl rund 40 kWh fassenden Batterie gespeichert, womit rund 200 Kilometer Reichweite möglich sein sollen. Das ist deutlich weniger als bei manchem Konkurrenten. Doch Honda sieht den kleinen Stromer als Stadtauto. Folglich soll er leicht und wendig sein, weswegen man auf riesige Batteriepakete verzichtet. Ausserdem soll sich der Stromzwerg in nur 30 Minuten wieder zu 80% laden lassen.

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