Lexus

Mehr Sport bei Lexus

Lexus RC F

Lexus RC F

Die Edel-Tochter von Toyota setzt mit dem RC F Coupé ein sportliches Ausrufezeichen.

Lexus, die Nobelmarke des Toyota-Konzerns, stellt die «F»-Version des neuen RC-Coupés vor. Und diese Sport-Variante hat es in sich: 450 PS aus einem 5-Liter-V8, ein spezielles Hinterachsdifferenzial sowie eine Achtstufen-Automatik machen den Japaner zum ernsthaften Sport wagen. Bisher hatte Lexus zwar auch ab und an sportliche Ambitionen, das Geld verdiente man allerdings woanders – nämlich im Luxus-Segment. Dabei konnte man stets auf die neuste Technik aus dem Toyota-Konzern zurückgreifen. Garniert mit viel Luxus konnte man so vor allem in den USA mit den Hybridmodellen punkten. Die 1989 gegründete Marke ist seit 1990 auch in Europa erhältlich, allerdings lagen die Verkaufszahlen in der Schweiz auf eher bescheidenem Niveau. In der Schweiz haben es Marken mit sportlicher Attitüde eindeutig leichter. Man kann nicht davon ausgehen, dass Lexus wegen der Schweizer ein Sportmodell des RC Coupé auflegt, aber freuen kann man sich natürlich darüber. Der Viersitzer soll durch den grossflächigen Einsatz von Kohlefaser (Dach, Motorhaube, ausfahrbarer Heckspoiler) besonders leicht sein. Die Japaner nennen allerdings erst einen Zielwert: unter 1800 kg. Prunkstück des Wagens ist neben der vom mächtigen Kühlergrill dominierten Optik sicher der freisaugende, 5 Liter grosse V8-Motor im Bug. Er soll über 450 PS leisten und dies bei einer Maximaldrehzahl von 7300 Umdrehungen, das maximale Drehmoment soll bei 520 Nm liegen. Entsprechend hoch der Top Speed: Bei 270 km/h lässt die Elektronik dann aber keine weitere Beschleunigung mehr zu. Wie schnell der Hecktriebler aus dem Stand auf 100 km/h beschleunigt, wollten uns die Japaner noch nicht verraten.

Kernstück der Kraftübertragung ist die Achtstufenautomatik und das neu entwickelte Hinterachsdifferenzial. Es verteilt die Drehmomente je nach Fahrsituation auf das entsprechende Hinterrad (Torque Vectoring). Zudem kann der Fahrer zwischen drei Fahrmodi wählen. Die Einstellung «Standard» ist für den Alltagsgebrauch gedacht. Ferner gibt es die Stellung «Slalom», hier soll – gemäss Pressemappe – der Wagen wendiger sein und die Lenkung reaktionsschneller ansprechen. Dann gibts noch die Stufe «Track», für – nennen wir es mal optimalen Fahrspass. Die Proportionen des RC F Coupé sind stimmig. Aber mit der langen Motorhaube, den ausladenden Sportsitzen und einer Gesamtlänge von 470 cm dürfte nicht mehr sehr viel Platz für die Fondpassagiere bleiben. Viel Hirnschmalz hat Lexus offenbar in den Klang des V8-Sportlers investiert.

So wurde das Ansaug- und Abgassystem optimiert: Bis etwa 3000 Umdrehungen beherrschen tiefere Frequenzen das kernige Fahrgeräusch, bei Drehzahlen über 6000/min bereichern zunehmend höherfrequente Anteile das Klangspektrum. Sagt Lexus. Und wir würdens gerne mal hören. Noch ist unklar, wann der RC F bei den Lexus-Händlern zu sehen ist und was er dann kosten wird. Sicher ist hingegen, dass auch dieses Modell nicht zu einem Sturm auf die Händlerschaft führen wird. Aber der Wagen erscheint uns durchaus als valable Alternative für all jene, die sich vom optischen Einheitsbrei einiger europäischer Sportwagen-Hersteller abheben wollen. Und für alle, denen es nichts ausmacht, den riesigen Kühlergrill sauber zu halten ...

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