Mazda3
Das Beste aus zwei Antriebswelten

Der attraktive Mazda3 überzeugt im Test mit seinem Diesotto-Motor und seinem ausgewogenen Fahrverhalten.

Philipp Aeberli
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Auch mit Allrad erhältlich: der Mazda 3.

Auch mit Allrad erhältlich: der Mazda 3.

Bild: zVg

Bei der erstmaligen Vorfahrt mit dem Mazda 3 vor dem Haus fällt den jugendlichen Familienmitgliedern sofort ein Vergleich ein: Der Mazda 3 sehe einem Tesla oder teuren Sportwagen sehr ähnlich. Tatsächlich wirkt die Front des 4,46 Meter langen Japaners sehr sportlich, und das Auto gefällt ästhetisch auf der ganzen Linie. Der 38000 Franken teure Mazda sieht aber nicht nur gut aus, sondern fährt sich auch so. Sicher sitzt man in den bequemen und sportlichen Sitzen, schaltet manuell flott durch sechs Gänge, spürt die Vorzüge des neuen Fahrwerks und kommt beim Beschleunigen sehr gut weg von der Ampel.

Hübsches Heck mit genügend Platz.

Hübsches Heck mit genügend Platz.

Bild: zVg

Verantwortlich für diese Beschleunigung ist der neue Skyactive-X-Benziner mit 2 Litern Hubraum, 180 PS Leistung und 224 Newtonmeter Drehmoment. Mazda hat eine spezielle Motorisierung entwickelt, die sozusagen die Vorteile des Benzin- und Dieselantriebs vereint, bezeichnet als Diesotto-Motor. Dazu nutzt Mazda eine spezielle Kraftstoffeinspritzung, die zwei unterschiedliche Treibstoff-Luft-Gemische innerhalb des Brennraums erzeugt. In zwei Schritten wird dabei erst ein mageres Gemisch, dann ein fetteres eingespritzt. Das löst zum richtigen Zeitpunkt wie in einem Dieselmotor eine Art Selbstzündung aus. Diese Kompressionszündung senkt den Verbrauch des Mazda 3 auf 5,5 Liter auf 100 Kilometer und den CO2-Ausstoss auf 124 Gramm pro Kilometer. Im Test war es zwar 1 Liter mehr, aber auch gut 6 Liter sind für eine sportliche Fahrweise mit Allradantrieb ein guter Wert. Passend zur flotten Beschleunigung ist auch der Innenraum des Mazda 3 sportlich gestaltet. Knöpfe gibt es wenig, die Bedienung ist digitalisiert. Die Fahrinformationen erscheinen auf dem auf die Windschutzscheibe projizierten Head-up-Display.

Der Sicherheit wird unter anderem mit einem erstmals eingesetzten Knie-Airbag Rechnung getragen, aber auch mit vielen elektronischen Assistenten. Praktisch ist auch der Querverkehrswarner für die Front des Fünfplätzers, dessen 351 Liter fassender Kofferraum nicht riesig ist, aber sogar genug Platz für eine Hundebox liefert.

Solide verarbeitet und leicht zu bedienen: Das Cockpit.

Solide verarbeitet und leicht zu bedienen: Das Cockpit.

Bild: zVg