Honda

Ladevolumen à gogo

Honda Civic Tourer

Honda Civic Tourer

Der neue Kombi von Honda namens Civic Tourer kann mit einem enormen Rucksack glänzen.

In vielen Teilen Europas verkauft sich der Kombi noch immer gut – trotz anhaltendem SUV-Boom. So gut, dass Honda auch wieder ein Stück vom Kuchen haben möchte. Nach den Kombimodellen AeroDeck in den 1980er-Jahren und seinem Nachfolger Accord Tourer im Jahr 2002 war die Zeit reif für etwas Neues. Den aktuellen Civic-Fünftürer hat man als Basis verwendet und ihm als Tourer einen enormen Kofferraum verpasst. Die Front ist dieselbe wie beim Fünftürer, genau wie einige Details: die unsichtbaren Türgriffe hinten, die dunklen Radläufe oder auch die silber-schwarzen 17-Zoll-Leichtmetallfelgen.

Der Civic Tourer ist einerseits gedacht für junge Familien, aber auch für die so genannten «Downsizer», aktive Menschen im besten Alter, deren Kinder erwachsen und ausgeflogen sind. Diese möchte man überzeugen, das Premiumsegment zu verlassen, zugunsten eines günstigeren, effizienteren Autos. Das Augenscheinlichste am neuen Civic Tourer ist sicher einmal das voluminöse Hinterteil. Da wundert es auch nicht, dass bei der Präsentation, als wäre es Zauberei, immer noch mehr lila Rollkoffer zum Vorschein kommen. Drei riesige und dann noch zwei kleinere in Handgepäckgrösse, versenkt im «Geheimfach» unter dem Hauptladeraum. Der Kofferraum lässt sich zudem, mittels einfachem Umlegen der «Magic Seats» (diese Rücksitze lassen sich mit nur einem Handgriff flach klappen), auf ge fühlte Wohnzimmergrösse erweitern. Satte 624 Liter Volumen sind es im Normalzustand, 1668 Liter mit um gelegten Sitzen. Noch ein Plus: Die Höhe der Ladekante liegt bei 56,5 cm, beim normalen Civic ist sie 70,2 cm hoch.

Honda Civic Tourer Innenraum

Honda Civic Tourer Innenraum


Aber auch die Passagiere können komfortabel reisen. Selbst auf den hinteren drei Plätzen sitzen auch etwas grösser gewachsene Menschen bequem, ohne sich ständig Kopf oder Knie wund zu scheuern. Auf den Vordersitzen ist es in Sachen Raumangebot geradezu luxuriös. Der Tourer ist immerhin 4,53 Meter lang (23 cm mehr als der Civic), 1,77 Meter breit und hat einen Radstand von 2,95 Meter (wie der Civic). Sein Gewicht beträgt, je nach Motorisierung und Getriebe, zwischen 1,3 und  1,4 Tonnen. Das Cockpit ist aufgeräumt und übersichtlich. Etwas gewöhnungsbedürftig erscheint uns das weit hinter dem Lenkrad platzierte Display, da suchten wir etwas nach Sinn und Praktikabilität des Designs. Selbstverständlich ist im ganzen Innenraum einiges an Plastik verarbeitet, aber das ist okay.

Den Tourer gibt es als Diesel und Benziner. So richtig gefallen hat uns hier der 1,6-Liter-i-D-TEC-Diesel. Er hat ausreichende 120 PS und ein Drehmoment von 300 Nm. Zur Standardausstattung aller Civic Tourer mit Schaltgetriebe gehört die Start-Stopp-Funktion. Der Verbrauch soll beim Diesel bei 3,8 Liter für 100 km, beim Benziner bei 6,2 Liter liegen. Selbstverständlich glänzt er auch mit einer ganzen Reihe von Assistenz- und Sicherheitssystemen: City-Not bremsassistent, Kollisionswarnsystem, Fernlicht- und Spurhalteassistent, um nur einige zu nennen. Dem Fahrer stehen zudem drei Fahrmodi zur Verfügung: Comfort, Normal und Dynamic. Im sportlichen Dynamic-Modus wird die Lenkung satter, das Fahrzeug reagiert direkter und hat eine spürbar bessere Stabilität. Überhaupt, trotz seiner gross zügigen Dimensionen sind die Fahreigenschaften bestens, in die Karosserie integrierte Verstärkungen er höhen die statische und dynamische Steifigkeit. Vier Ausstattungsversionen gibt es. Die Basisversion «Comfort», als 1,6 i D-TEC (Diesel) kostet 29'500 Franken, den Benziner als 1,8 i-VTEC bekommt man gar für 27'500 Franken. Für die teuerste Version «Executive», als Diesel, muss man 36'700 Franken hinblättern, der Benziner ist 2000 Franken günstiger. Zu kaufen gibt es das Auto ab Februar 2014.

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