David Brown
Klassik und Moderne vereint

Briten sind zuweilen etwas schräge Landsleute. Und weil David Brown nirgends ein Auto fand welches seinen Wünschen entsprach baute er es halt selbst.

Markus Chalilow
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David Brown Speedback GT

David Brown Speedback GT

HO

Der Speedback GT sieht aus, wie er aus einem James-Bond-Film der Sechzigerjahre käme. Sean Connery hätte sich an Bord des 510 PS leistenden Gran Turismo sicher auf Anhieb wohl gefühlt. Entstanden ist der Wagen einfach deshalb, weil David Brown wohl zu viel Geld hat. Er nervte sich nämlich über die Unzuverlässigkeit britischer Oldtimer, liebt aber den Look der alten Autos. Also baute er sich auf der technischen Basis von Jaguar (Chassis XKR, Motor der bekannte 5,0-V8 mit Kompressor, Sechsstufenautomatik) einfach ein Auto mit klassischer Optik und moderner Technik. Und weil Briten per se etwas schrullig sind, gabs im Kofferraum noch eine ausklappbare, feinst belederte Picknick-Bank. Und natürlich nur edelste Materialien, innen wie aussen, nahezu alles von Hand verarbeitet. Das hat natürlich seinen Preis. Wie teuer der Speedback GT ist, wollte er uns nicht verraten, nur dass die Produktion des Wagens nicht billig sei. Immerhin will er in den nächsten Monaten 50 dieser Wagen bauen lassen, Kunden hätte er schon einige an der Hand. Leider gewährte uns der nette Herr im feinen Zwirn am Festival of Speed in Goodwood keine Probefahrt. Aber wir sind sicher, dass sich der mächtige Wagen ganz prima fährt. Und wir sind auch sicher, dass man in der Schweiz wohl kaum einen zu sehen bekommen wird. Schade eigentlich. David Brown hat nichts mit dem Namensgeber der Aston-Martin-Modelle (DB5 zum Beispiel) zu tun, er ist durch den Verkauf seiner Firmen zu einem grösseren Vermögen gekommen und versucht sich nun als Autohersteller.