Kia

In neuen Welten

Kia Soul

Kia Soul

Mit dem neuen Soul bieten die Koreaner viel für wenig Geld und polarisieren weiterhin mit dem Design.

Es ist in der Tat ein Quantensprung, den asiatische Autos bei der Gestaltung des Innenraums in den letzten Jahren gemacht haben. Besonders augenfällig ist das im neuen Kia Soul. Was die Koreaner da designt haben, hat gar nichts mehr zu tun mit der Vergangenheit. Richtig chic ist alles und funktionell. Fast schon luxuriös. Und das bei einem Auto, das ab 22  550 Franken bei den Händlern steht.

Natürlich, unser Testwagen, mit dem 1,6-Liter-Dieselmotor mit 128 PS in der besten Ausstattungslinie Style, steht mit 36’350 Franken zu Buche. Doch selbst das lässt sich gemessen an der gross zügigen Ausstattung als äusserst fair bezeichnen. Besonders erwähnenswert ist das grosse, zentral in der Mittelkonsole verbaute Navigationsgerät mit Rückfahrkamera oder die bequemen, mit Heiz- und Kühlungsfunktion ausgestatteten, Sitze. Chapeau. Da gibt es wirklich nichts zu bemängeln. Dass die Lautsprecher in den Seitentüren farbig leuchten und je nach Einstellung und Laune des Fahrers zur Musik die Farbe wechseln, ist zwar eine nette Idee, jedoch in der Umsetzung etwas bieder. Hingegen passt gerade dieses Detail ins Konzept der Koreaner, die mit dem Soul ein Auto bauen, das äusserlich bestimmt polarisiert, sich aber gerade deswegen von der Masse abhebt. Das wird einigen gefallen, anderen nicht. Auf jeden Fall ist es ein Farbtupfer in der sonst eher einheitlichen Designsprache von modernen Autos. Ein kleiner Nachteil des Designs: Der Platz im Kofferraum ist nicht überragend.

Gefahren sind wir den Soul mit einem Automatikgetriebe, das zuverlässig und unaufgeregt schaltet. Überhaupt ist der Fahrkomfort gut, da gibt es wenig zu be anstanden. Hingegen ist der Motor etwas träge. Man wünscht sich einen Turbo, der in den Regalen der Koreaner eigentlich vorhanden wäre. Doch was nicht ist, kann noch werden. Vorerst aber muss sich der Käufer mit dem jetzigen Diesel begnügen. Dass wir im Test einen Durchschnittsverbrauch von rund 7 Litern für 100 Kilometer notiert haben (Werk: 6 l), ist ebenfalls nicht überragend. Übrigens: Wer auf das Automatikgetriebe verzichtet und sich für das handgeschaltete Modell entscheidet, wird wohl 1,5 Liter weniger verbrauchen.

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