Opel
Frischluftspass mit 200 PS

Es ist die bislang sportlichste Ausführung des Cabrio Cascada: Der neue 1.6 Ecotec Direct Injection Turbo hat 200 PS – und der Opel konnte im Test überzeugen.

Claudia Nussbaumer
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Opel Cascada

Opel Cascada

HO

Das Cabrio ist abholbereit. Einen Opel Cascada dürfen wir mitnehmen, mit noch ein bisschen mehr Pferdestärken: 200 sind es bei diesem Benziner in der 1,6 Liter grossen Turbovariante; immerhin fünf PS mehr, als sie der Diesel BiTurbo vorzuweisen hat. Rein äusserlich hat sich (noch) nichts verändert beim Cabriolet, das Design ist noch wie es immer war. Wäre wohl auch noch ein bisschen früh für ein Facelift: Der Opel Cascada wurde im Frühling 2013 präsentiert. Und es wäre auch völlig unnötig, ihn zu überarbeiten. Er ist so schon ganz adrett, der Opel mit dem eleganten textilen Verdeck, welches sich in nur siebzehn Sekunden vollautomatisch öffnet oder schliesst. Einfach am Hebelchen ziehen und die Sonne scheint, oder der Opel schützt vor Regen. Und das alles erst noch bis zu einem Tempo von bis 50 km/h. Selbstverständlich, das ist Ehrensache, fahren wir offen. Obwohl sich die Sonne an diesem Tag noch ab und zu hinter dichten dunklen Wolken verbirgt.
Was ist sonst noch neu ausser dem sportlichsten aller Motoren? Es gibt neue Karosserie- und Dachfarben: Das optimal wärme- und akustikgedämmte Stoffdach gibt es nun auch in hellem Chino. Ausserdem gibt es die «Intelli Link»-Infotainment-Technologie jetzt auch für den Cascada. Damit kann man fast alles, was man mit dem Smartphone auch kann. Radio hören, aber auch Blue tooth-Audiostreaming, Telefonieren und vieles mehr. Wir geben zu: Wir nutzen das jeweils nicht ganz alles. Das Navi, einverstanden, das ist gelegentlich in Gebrauch. Und um die Rückfahrkamera sind wir auch nicht unfroh, weil man nicht wirklich so viel sieht nach hinten. Und der Wagen ist doch stattliche 476 cm lang. Und als hätten wir es nötig, verstärkt die Aussicht, ein paar Tage ein Cabrio fahren zu dürfen, die Neigung zu Tagträumen. Eine Fahrt ins Blaue vielleicht? Friedlich auf Haupt- und Nebenstrassen den Fahrtwind um die Ohren wehen lassen? Also los. Man kann die 200 PS auch einmal in die Kurven hauen mittels der knackigen Handschaltung, die 300 Newtonmeter spüren und wissen, das theoretisch 235 km/h Spitze möglich sind.
Noch ein paar Zahlen? Vielleicht der Verbrauch: In den Presseunterlagen steht etwas von 6,8 Liter auf 100 Kilometer. Bei uns im Test waren das dann über 8 Liter, was schon an der dynamischen Fahrweise gelegen haben könnte. Ach ja: Kosten tut dieser Cascada ab 38’500 Franken. Was wir als angemessen erachten, denn für das Geld gibt es viel Auto mit Frischluftspass und Platz für vier Personen.