Das Problem kennen vor allem Fahrer und Fahrerinnen von Dieselfahrzeugen. Weil der Einfüllstutzen bei Dieselautos grösser ist als bei Benzinern, lässt sich der Benzin-Zapfhahn problemlos einführen. Umgekehrt ist dies nicht möglich. Zwar verfügen die neusten Dieselautos bereits ab Werk über einen Fehlbetankungsschutz, bei älteren Autos ist das falsche Betanken aber problemlos möglich. Schweizweit spricht man von 5000 falschen Beankungen pro Jahr, also fast 14 pro Tag!

Hat man aus Versehen den falschen Treibstoff eingefüllt gibt es nur eines: Riuhe bewahren und keinesfalls den Motor starten. Zwar verzeihen uralte Dieselmotoren einen gewissen Anteil an bleifreiem Benin im Diesel, dennoch sollte man zuerst abklären, ob man noch fahren kann. Ist das Auto aber noch kein Oldtimer, ist die Gefahr eines mächtigen Schadens an der Einspritzanlage und am Motor aber sehr gross. Wurde der Motor nicht gestartet, kommt der Besitzer einigermassen glimplich davon: den Pannendienst oder seinen Garagisten anrufen, den Tank auspumpen und reinigen lassen, Diesel einfüllen und weiter gehts. Das kostet zwar auch schon einige Hunderter (der TCS z. B. verlangt allein für die Entsorgung des Benzin/Dieselgemisches drei Franken pro Liter), ist aber immer noch viel billiger als wenn der Motor getsartet wurde und man einige Kilometer gefahren ist. Je nach Hersteller muss dann nicht nur die Einspritzanlage kontrolliert und eventuell repariert, sondern auch der Motor zerlegt werden. Der Schaden kann bei einem grossen Diesel dann schnell den fünfstelligen Bereich erreichen.

Fehlbetankungsschutz BMW

Fehlbetankungsschutz BMW

Schutz vor einem solchen Missgriff kann zum Beispiel ein Fehlbetankungsschutz zum nachrüsten bieten. Dieses Kunststoffteil verhindert, dass man das dünnere Benzin-Füllrohr in den Tankstutzen einführen kann. Ob das eigene Auto bereits über einen Fehlbetankungsschutz verfügt, erfährt man in der Bedienungsanleitung. Dort steht auch, wie man den Schutz wieder entsperrt, falls man versucht hatte, den falschen Triebstoff einzufüllen.