Mazda CX-5

Neuling aus dem Land des Lächelns

Mazda CX-5

Mazda CX-5

Der CX-5 ist Mazdas meistverkauftes Modell. Daran soll sich auch mit der Neuauflage nichts ändern.

Damian Donnellan, Managing Director bei Mazda Suisse, kann mit einem Lächeln zurückblicken. Seit 2002 setzte die japanische Marke hierzulande jährlich rund 7500 Autos ab. Konstant, aber ohne Wachstum. Doch die letzten zwei Jahre brachten endlich Wachstum – sprunghaft stieg der Absatz auf jeweils rund 10 000 Autos in den Jahren 2015 und 2016. Ein klares Indiz dafür, dass die Marke auf dem richtigen Weg ist – zwischenzeitlich schaffte es Mazda sogar fast in die Top 10 der stärksten Marken in der Schweiz.
Verantwortlich für den Erfolg sind die jüngsten Modelle. In den vergangenen Jahren hat Mazda die gesamte Palette erneuert. Sei es mit Facelifts oder mit komplett neuen Modellen. Nun haben sich die Japaner an das Zugpferd des Erfolgs gemacht: Den CX-5. Der SUV im C-Segment ist in der Schweiz der beliebteste Mazda – und bescherte der Marke konstante Absatzzahlen. Seit der Markteinführung 2012 waren es, ab dem ersten vollen Verkaufsjahr 2013, stets rund 2500 Stück; auch vergangenes Jahr noch, wo der Nachfolger bereits in den Startlöchern stand.

Der rote Faden

Der neue CX-5 macht schon auf den ersten Blick klar, dass man bei Mazda alles andere als planlos vorgeht. Nun, da alle Modelle erneuert sind, zieht sich ein klar erkennbarer, roter Faden durch das Modellportfolio. Dieser beruht vor allem auf zwei Säulen: Design und Fahrerlebnis.
Mazda nennt seine Design-Philosophie „Kodo-Design“. Prägnanter Kühler, ausgeprägter Schwung an der Flanke, betonte Radhäuser und ein kraftvolles Heck. Das hat man auch dem neuen SUV mit auf den Weg gegeben. Damit reiht er sich nicht nur nahtlos in die Modellpalette ein, sondern wirkt auch richtig hübsch. Der Kühlergrill wirkt massiv, auch aufgrund der weit vorstehenden Haube und des riesigen Markenlogos. Die zugekniffenen LED-Augen verstärken den entschlossenen Blick des Japaners. Auch am Heck wirkt er nun deutlich entschlossener und schlanker.
Entgegen des allgemeinen Trends ist der neue CX-5 im Vergleich zum Vorgänger nicht gewachsen; es bleibt bei 4,55 Metern Länge und 1.84 Metern in der Breite. Um den SUV dynamischer wirken zu lassen, wurde er drei Zentimeter flacher. Zudem wurden die Proportionen angepasst, indem beispielsweise die A-Säule nach hinten versetzt wurde, sodass die Haube länger wirkt.

Das Pferd und der Reiter

Der zweite wichtige Pfeiler für den Erfolg von Mazda ist das Fahrerlebnis, das sich auch im neuen CX-5 wiederfinden soll. Man beruft sich hier auf die japanische Tradition. Der Mazda und sein Fahrer sollen eins sein – genau wie das Pferd und sein Reiter. Mit 1360 bis gut 1600 kg zählt der CX-5 zu den Leichtgewichten unter den SUVs. Das spürt man vor allem in kurvigen Passagen, wo sich der Fünfplätzer sehr agil und leichtfüssig gibt. Weiter sorgen die direkte Lenkung und das passgenau abgestimmte Fahrwerk für ein handliches Fahrgefühl; trotzdem vermittelt der SUV einen komfortablen Eindruck, was nicht zuletzt auch am Geräuschniveau im Innenraum liegt. Gute Isolation und Akustikverglasung an den vorderen Seitenscheiben halten den Lärm draussen; auch Geräusche von Motor und Fahrwerk dringen kaum in den Innenraum, sodass sich der Japaner auf der Strasse sehr souverän anfühlt.
Als Antrieb stehen zwei Benziner und zwei Diesel zur Wahl, wobei die Basis jeweils mit Front- oder Allradantrieb erhältlich ist. Die Topmotorisierung kommt serienmässig mit 4x4. Der Basis-Benziner leistet 165 PS (160 PS beim Allrad) aus zwei Litern Hubraum. Darüber folgt später ein 2,5-Liter mit 194 PS. Entgegen dem allgemeinen Trend setzt Mazda also weiterhin auf vergleichsweise grossvolumige Saugmotoren statt auf kleine Turbo-Triebwerke. Das dürfte dafür sorgen, dass die Abweichung zwischen Normverbrauch und realistischem Benzinverbrauch deutlich geringer ausfällt (Norm: 6,4 bis 7,1 l/100 km). Zudem fällt die Leistungsentfaltung sehr harmonisch aus. Geschaltet wird beim Basis-Benziner über eine knackige und präzise 6-Gang-Handschaltung, eine 6-Stufen-Automatik ist ebenfalls zu haben.
Als Diesel ist der CX-5 mit einem 2,2-Liter-Vierzylinder erhältlich. Der leistet 150 oder 175 PS. Allrad und Automatikgetriebe sind auch hier erhältlich. Er soll sich laut Norm mit 5,0 bis 5,8 l/100 km begnügen.

Fliessender Übergang

Schon 500 Vorbestellungen hat Mazda für den neuen CX-5 in der Schweiz. Die ersten Fahrzeuge werden im Juni eintreffen; bis dahin sollen auch die 400 Lagerfahrzeuge der bisherigen Generation verkauft sein. Insgesamt will man 2017 somit rund 2700 CX-5 Absetzen. Trotzdem rechnet Donnellan für 2017 mit einem Absatz-Rückgang für 2017. Er rechnet mit rund 9000 verkauften Autos. „Den Preiskampf der Premium-Marken wollen wir nicht mitmachen“, betont er. Nicht nur den Händlern, sondern auch den Kunden zuliebe. Grosse Preisnachlässe drücken auf den Restwert der Gebrauchtwagen. Dafür gibt es seit April zu jedem neuen Mazda ab Werk einen Satz Winterräder dazu. Die braucht ohnehin jeder Kunde. Und Global gesehen könne man sich einen Rückgang in der Schweiz ohnehin leisten. Die Mazda-Werke sind nämlich voll ausgelastet. Das Lächeln wird den Mazda-Leuten so schnell also nicht vergehen.

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