Audi Q2

Mit Lifestyle in die Zukunft

Audi Q2

Audi Q2

Mit dem Q2 kommt das kleinste SUV von Audi. Der Schritt nach unten ist auch ein Schritt nach vorne.

Die Devise bei Audi heisst «Premium». Moderne Technik, edles Design und solide Materialien. Das gefällt und lockt Käufer. Nur hat das eben auch seinen Preis und lockt dementsprechend auch eher ältere und zahlungskräftigere Kundschaft. Um auch für die Zukunft fit zu bleiben, müssen die sogenannten Premium-Hersteller aber auch eine jüngere Klientel ansprechen.

Das will Audi nun bewusst tun – mit dem neuen Q2. Ein trendiger, kompakter Crossover. Welche Zielgruppe man damit ansprechen möchte, macht bei der Pressepräsentation des Neuen sofort klar. Im Grossstadtgetümmel und vor bunten Graffiti-Wänden wird der Q2 ins beste Licht gerückt.

Bunt ist Trumpf

Das typische Markengesicht wird beim Q2 noch stärker betont, hinzukommen die schwarzen Radläufe, die nach hinten abfallende Dachlinie und die optisch abgehobene C-Säule. Das lässt den 4,19 Meter kurzen Crossover dynamisch und durchaus auch frech wirken – sofern man sich für eine bunte Farbe wie Gelb oder Rot entscheidet.
Ordert man den Q2 in unscheinbarem Weiss, kommt das Design deutlich weniger zur Geltung. Der Kofferraum fasst 405 bis 1050 Liter, schliesslich will der Q2 trotz viel Chic nicht unpraktisch sein. Auch auf dem Rücksitz sitzt man ordentlich, für drei Erwachsene dürfte es auf der Rückbank dann etwas eng werden. Im Fokus soll aber ohnehin der Fahrer stehen. Die erhöhte Sitzposition beschert ihm eine bessere Übersicht. Bequeme Sitze mit gutem Einstellbereich gehören bei Audi sowieso zum guten Ton, genauso wie die tadellos solide Verarbeitung. Nach Lust und Laune Die Bedienelemente sind ebenfalls aus anderen Audi-Modellen bekannt. Doch hat man sich Mühe gegeben, das Cockpit im Q2 frecher und jünger zu
machen. So sind die Zierleisten auf Wunsch auch in den bunten Aussenfarben zu haben, wer möchte, bekommt dazu auch eine hübsche Ambiente-Beleuchtung mit raffiniertem Lichtschein durch die perforierten Zierleisten. Das passt zum modernen Anspruch und setzt sich am besten mit dem modernen Digitalcockpit, das man unter anderem schon aus dem A4 kennt. Es zeigt auf Knopfdruck von Navi über Infotainment bis hin zu sämtlichen Fahrdaten
alles an und kann weit mehr, als ein herkömmlicher Tacho. Freilich kostet das Aufpreis, genauso wie die umfangreichen Fahrassistenzsysteme. Ob Radartempomat, automatische Schildererkennung oder Spurhalteassistent mit Staufunktion. Alles, was aus höheren Fahrzeugklassen bekannt ist, kann auch für den Q2 geordert werden. Die Preise für den ab November erhältlichen Kompakten beginnen bei 30 700 Franken für den 1-Liter Dreizylinder mit 116 PS und Frontantrieb. Weiter sind ein 1,4-Liter-Benziner mit Frontantrieb und 150 PS und ein 2-Liter-Benziner mit 190 PS und Allradantrieb im Angebot. Die Diesel mit 1,6 oder 2 Litern Hubraum leisten von 116 bis 190 PS. Das Topmodell ist ausschliesslich mit Allradantrieb und neuem 7-Gang- Doppelkupplungsgetriebe zu haben und kostet mindestens 42 900 Franken.

Klassenwechsel inklusive

Den fairen Einstandspreis kann man mit entsprechender Motorisierung und Ausstattung also gehörig nach oben drücken, was auch die Erwartungen an das Fahren im Q2 erhöht. Mit seiner guten Übersicht und dem einwandfreien Federungskomfort enttäuscht der kleine Audi keineswegs. Das neue Doppelkupplungsgetriebe schaltet sanft und flink. Zudem konnte die früher oft beobachtete Anfahrschwäche fast gänzlich eliminiert werden. Der getestete 2- Liter Diesel mit 190 PS und 380 Nm Drehmoment gefällt mit kultiviertem Lauf und gleichmässiger Kraftentfaltung. So kann man sich auch mal auf den nächsten Pass wagen, wo der Q2 mit direkter Lenkung und neutralem Fahrverhalten punktet. Nur durch enge Kurven mag er nicht allzu schnell flitzen. Aber für die sportlichere Gangart dürfte aber später ohnehin noch ein SQ2 mit etwas mehr Power folgen. Der dürfte dann nicht mehr nur die junge Kundschaft ansprechen, sondern auch die Junggebliebenen. Denn viel Technik und modernes Design im kompakten Auto, das findet immer mehr Anhänger, egal in welcher Altersklasse.

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