Ein Kleinwagen soll vor allem für die Fortbewegung von A nach B in städtischen Gebieten sorgen. Dafür wurde auch der up! von VW geschaffen.

Aber: Er soll eben auch gute Laune machen. Das schafft der überarbeitete Klein-VW mit seinen kompakten Abmessungen, guter Übersichtlichkeit und überragender Wendigkeit. Hinzu kommt der kecke 3-Zylinder mit 90 PS, der den up! überdies noch flink, aber nicht übermässig durstig macht; im Test begnügte er sich mit 4,8 l/100 km. Und gute Laune kommt beim fröhlichen Schnattern des Dreizylinders ohnehin auf – sofern man das überhaupt hört. Dass man den Motor überhören könnte, liegt nicht etwa an perfekter Schallisolierung, sondern an einer neuen Ausstattungslinie, die VW mit der Modellpflege des up! lanciert hat. Als up! «beats» gibt es im kleinsten Volkswagen nämlich tüchtig was auf die Ohren – und zwar aus dem Lautsprecher. Die Spezialisten von Beats Audio sorgen im up! nun für den richtigen Klang.

Da scheppert nix

Das Unternehmen wurde vom amerikanischen Rap-Urgestein Dr. Dre gegründet, was schon mal für eine gewisse Expertise spricht. Und die hört man auch in diesem Kleinwagen ab dem ersten Takt. Denn das Audiosystem weiss auch auf kleinstem Raum zu überzeugen. Mit sattem Bass und klar definiertem Klang ist das Audiosystem vor allem für elektronische Klänge und natürlich für Hip-Hop-Musik bestens gerüstet. Positiv fällt vor allem auf, wie gut die Audiokomponenten auf den Innenraum des up! angepasst wurden. Man hat es nicht einfach dabei belassen, möglichst grosse Lautsprecher in das kleine Auto zu packen. Die Komponenten wurden gut integriert und vor allem gut gekapselt und isoliert. So kann man die Musik ruhig auch etwas lauter geniessen, ohne unangenehme Störgeräusche in Kauf nehmen zu müssen. Das erfreut die Ohren jedes Musikliebhabers.

Den Weg ins Auto findet die Musik am besten per Digitalradio oder per Smartphone. Das «hauseigene» Unterhaltungsprogramm des up! fällt bewusst knapp aus; kein Navi, keine Festplatte, denn die angestrebte Zielgruppe macht ja ohnehin alles per Smartphone. Das kann man im up! in einer eigens dafür vorgesehenen Halterung auf dem Armaturenbrett fixieren, was vor allem dann nützlich ist, wenn man das Phone als Navi nutzt. Es steht dann nämlich gut ersichtlich rechts im Sichtfeld des Fahrers. Gut ablesbar, aber ohne die Sicht auf die Strasse zu behindern.

Praktisch ist die im Halter integrierte USB-Buchse über die das Handy mit Strom versorgt wird – und Musik in die kleine Konzerthalle liefern kann. Etwas fummelig wirkt dagegen die Handhabung, um das Telefon einzuklinken und wieder herauszunehmen, falls man den Musikgenuss mal unterbrechen muss. Der Konzertsaal auf Rädern kostet ab 15 850 Franken.