Mercedes steht gemeinhin für edlen Luxus und grosse Edelkarossen. Die neuen Stars bei der Marke mit Stern sind aber die Kompakten: Was 1997 mit der ersten Generation der A-Klasse begann, hat sich seit der Einführung der dritten Generation der Einstiegs-Baureihe im Jahr 2012 zur kompletten Modellfamilie entwickelt. Inzwischen bietet die Baureihe eine Vielfalt aus vier Modellen: Den Grundstein bietet die fünftürige A-Klasse. Hinzu kommen die coupéhafte Limousine CLA mit dazugehöriger Kombivariante «Shootingbreak» und der Crossover GLA . So hat die Kompaktmodellreihe aus A- und B-Klasse den Schwaben seit 2011 schon zwei Millionen Kunden beschert. Noch wichtiger: Seit 2011 ist das Durchschnittsalter der A- und B-Klasse-Käufer um rund 13 Jahre gesunken.

Junges Design, vernünftige Einstiegspreise und kompakte Abmessungen. Das eröffnet für Mercedes neue Kundenfelder. Erst recht, als Mercedes 2013 den GLA als kompakten Crossover nachreichte. Etwas rustikalere Optik, mehr Bodenfreiheit und bekannt reichhaltige Technik machten den GLA schon von Beginn weg für viele zur besseren A-Klasse.

Geschmeidiges Multitalent
Zwar hat die A-Klasse mit dem Facelift 2015 deutlich an Komfort gewonnen, doch noch immer kann sich derGLA hier positiv hervorheben. Die höhere Bodenfreiheit sorgt für mehr Federweg und dadurch besseren Federungskomfort. Nach wie vor sind für den GLA drei Fahrwerksvarianten erhältlich: Die sportlichste mit 124 mm Bodenfreiheit, 134 mm sind es in der Standard-Version, und zusätzliche 30 mm bietet die Offroad-Variante.

Mercedes GLA

Mercedes GLA

Grundlegendes hat sich mit dem Facelift des beliebten Crossovers nicht geändert. Doch gab es einen Feinschliff an zahlreichen Punkten. So wurde das Motorenangebot weiter ausgedehnt. Sieben Benziner-Varianten mit Front- oder Allradantrieb von 122 bis 381 PS und sieben Diesel-Versionen mit Front- oder Allradantrieb von 109 bis 177 PS. Geschaltet wird mit manuellem 6-Gang-Getriebe oder per 7-Gang-Doppelkupplung.

Äusserlich erhielt der GLA leicht gestraffte Züge, neue Zierleisten und neue Farboptionen. Das Infotainment-System verfügt über Smartphone-Kompatibilität und kann beispielsweise via Apple-Car-Play die Inhalte des Telefons wiedergeben. Ein Extra, das die angestrebte junge Zielgruppe zu schätzen weiss.

Mercedes GLA

Mercedes GLA

Die erhöhte Sitzposition in Kombination mit den gut abschätzbaren Aussenmassen machen den GLA nun erst recht zum passenden Stadt-Begleiter mit geschmeidigem Fahrkomfort und gutem Platzangebot. Trotzdem kann er auch auf der Autobahn mit solidem Geradeauslauf und tiefem Geräuschniveau überzeugen. Nur das Raumgefühl ist auf den hinteren Plätzen nicht ganz so luftig.

Wer es besonders sportlich mag, bekommt den GLA nach wie vor auch als AMG-Modell, nun mit 381 PS; entweder mit dezenter Sportoptik oder mit Spoilersatz und Zierstreifen zum Krawall-Sportler getrimmt. Der 2-Liter-Turbo rühmt sich als stärkster Serien-Vierzylinder und bringt den Crossover in 4,4 Sekunden auf 100 km/h. Er kostet mindestens 69400 Franken.

Die Preise für den GLA starten derzeit bei 33185 Franken für das Sondermodell GLA 200 Night Star. Wer Allradantrieb und Automatikgetriebe wünscht, muss mindestens 38901 Franken für den GLA 200d 4Matic Swiss Star mit 136 PS rechnen. Natürlich trieben die zahlreichen verfügbaren Optionen wie LED-Licht oder Abstands-Tempomat den Preis nach oben. In Anbetracht der Qualität und der guten Fahreigenschaften ist der Preis für den GLA aber durchaus vertretbar Beste Voraussetzungen, um die Kundschaft von Mercedes weiter zu verjüngen – oder auch um Käufer von bislang grösseren Autos auf den Geschmack zu bringen, in die Kompaktklasse zu wechseln.