Honda CR-V Hybrid

Hybrid mal anders

Honda CR-V Hybrid

Honda CR-V Hybrid

Der Honda CR-V Hybrid kommt ganz ohne Automatik, CVT oder ein anderes Getriebe aus.

Mit dem neuen CR-V etabliert Honda auch ein neues Antriebssystem. Das i-MMD-Hybridsystem steht für «Intelligent Multi-
Mode Drive», und das Schlaue daran ist, nebst den drei Fahrmodi EV, Hybrid und Engine, sowie der Möglichkeit, durch die Schaltwippen am Lenkrad die Rekuperation zu steuern: Der CR-V Hybrid kommt im Gegensatz zu konventionellen Hybrid-Modellen ohne Automatik, CVT oder ein anderes Getriebe aus.
Er verfügt lediglich über eine nassgeführte Lamellenkupplung, die den 2,0-Liter-Benzinmotor mit 145 PS je nach Lastbereich direkt an die Antriebsachsen durchschaltet. Kurzum: Einen direkten Antrieb vom Benzinmotor auf die Räder gibt es nur in Phasen gleichmässiger Fortbewegung im mittleren bis oberen Geschwindigkeitsbereich – vor allem auf der Autobahn.
Durch das ausgefeilte elektronische Management funktioniert der Übergang zwischen Elektromotorantrieb, Generatorbetrieb und direktem Durchtrieb des Benzinmotors übergangslos. Nur am Monitor kann man den aktuellen Antriebszustand ablesen.


Kompliziert, aber gut
Die meiste Zeit über läuft der Verbrenner also mit konstanter Drehzahl und treibt einen elektrischen Generator an. Dieser Generator versorgt den eigentlichen Antriebsmotor, eine E-Maschine, mit Energie. Deren rekuperierte Energie wandert in eine 1,4 kWh fassende Lithium-Ionen-Batterie, die als Pufferspeicher fungiert. Kein einfach zu verstehendes System. Und die, die es verstehen, glauben kaum, dass so ein System funktioniert und sich vor allem rechnet.
Tut es aber, der Normverbrauch liegt bei 5,3 Litern beim Frontantrieb und 5,5 Litern beim Allradler.


Hightech fürs Ohr
Das ungewöhnliche Antriebskonzept verfügt aber noch über ein weiteres ungewöhnliches Feature, die «Active Sound Control». Sie sorgt dafür, dass bei Vollgas und Beschleunigen das Motorengeräusch und der Beschleunigungsvorgang sich deckungsgleich anhören – das Geheule ist aber sehr gewöhnungsbedürftig. Der sportliche Antritt kommt aber dem eines klassischen Elektrofahrzeugs nahe. 184 PS Maximalleistung reichen aus, um den 1,7 Tonnen schweren CR-V Hybrid in 8,8 respektive 9,2 Sekunden (FWD/AWD) aus dem Stand auf Tempo 100 zu beschleunigen. Der Sport-Modus sorgt für eine verbesserte Gasannahme.
Ansonsten ist der Facelift des neuen CR-V eher dezent ausgefallen.
Die Highlights befinden sich eben unter dem Blech, und dazu gehört auch der Innenraum. Nebst viel Platz für die Insassen gibt es jetzt ein anständiges Infotainmentsystem und gleich mehrere USB-Anschlüsse sowie eine 2,5-Ampere-Steckdose. Den neuen Honda CR-V gibt es in vier Ausstattungsvarianten, wobei schon ab Werk eine grosszügige Serienausstattung mit Kollisionswarner, Bremsassistent, Spurhalteassistent, adaptiver Geschwindigkeitsregelung und Verkehrszeichenerkennung vorhanden ist.
Der Honda CR-V ist ab Frühjahr 2019 erhältlich und kostet mit Frontantrieb ab 43 900 Franken, mit Hybridantrieb kostet der Fünfplätzer ab 50 200 Franken.

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