Opel Astra Sports Tourer

Erfolg im Gepäck

Opel Astra Sports Tourer.

Opel Astra Sports Tourer.

Mit dem Astra landete Opel einen Erfolg. Beste Voraussetzungen für den Kombi

Bravo! Der Opel Astra heimst derzeit fleissig Preise ein. «Car of The Year», «Schweizer Auto des Jahres» und gut zehn weitere Preise gingen an den Rüsselsheimer. Mit dem neuen Kompakten hat Opel tatsächlich vieles richtig gemacht. Er bietet viel moderne Technik zu vernünftigen Preisen, wirkt attraktiv und frisch und fährt sich dynamisch und komfortabel. Das sitzt.

Traditionsgemäss folgt auf den Fünftürer der geräumige Kombi mit dem Namenszusatz «Sports Tourer». Für den Kombi haben die Designer die Linie des Fünftürers beibehalten, aber gekonnt gestreckt, um mehr Platz fürs Gepäck zu schaffen. Bis zu 1630 Liter Ladevolumen bietet der neue Kombi damit, das sind 80 Liter mehr, als sein Vorgänger bot. Auch im Konkurrenzumfeld, Opel zielt mit dem geräumigen Astra vor allem auf VW Golf Variant, Ford Focus und Skoda Octavia, muss er sich damit nicht verstecken. Mit clever montierten Schienen im Laderaum und zahlreichen Ösen und Haken lässt sich die Ladung jederzeit gut sichern. Besonders stolz ist Ingenieur Andrew Leuchtmann aber auf die Rückbank. Sie lässt sich beim Astra nämlich in drei Teilen umklappen, nicht nur im Verhältnis 2/3 zu 1/3, wie das bei der Konkurrenz der Fall ist. So lassen sich sperrige Gegenstände einfach verstauen – und trotzdem bleibt noch Platz für zwei Passagiere auf der Rückbank. Vorne verbaut Opel, wie auch im Fünftürer, auf Wunsch den Ergonomiesitz, der auf der ersten Testfahrt überzeugen konnte. Er lässt sich vielfältig einstellen, bietet viel Seitenhalt und gute Polsterung. Zudem lässt er sich nicht nur heizen, sondern auch kühlen – und bietet obendrein noch eine Massagefunktion.

Leise flüstert der Diesel

Mit dem Sports Tourer debütiert im Astra auch ein neuer Diesel-Motor. Der 1,6-Liter leistet dank zwei Turboladern 160 PS und überzeugt bereits ab 1500 U/min mit satten 350 Nm Drehmoment. Er ist ausschliesslich mit manuellem 6-Gang-Getriebe zu haben. Der Selbstzünder läuft sehr vibrationsarm und geschmeidig. Auch die Diesel-typischen Geräusche fallen kaum mehr auf. Der 1,6 Biturbo ist der stärkste Diesel im neuen Astra. Eine 2-Liter-Maschine wie im Vorgänger wird es nicht mehr geben. Doch: Der neue Flüsterdiesel bietet beinahe dieselben Fahrleistungen wie der hubraumstärkere Vorgänger. Das liegt nicht nur an der verbesserten Motorentechnik, sondern auch am deutlich reduzierten Gewicht. Bis zu 190 Kilogramm konnten die Opel-Ingenieure einsparen. Alleine in der Sitzanlage fand man über 10 Kilo. So verbraucht der Top-Diesel nur noch 4,1 l/100 km. Auch das trägt dazu bei, ein weiteres, wichtige Entwicklungsziel zu erreichen: Der Astra soll nicht nur beim Spritverbrauch vorne mitspielen, sondern bei den totalen Kosten. Natürlich ist das auch für Privatkäufer entscheidend, noch wichtiger wird dieses Argument aber für Flottenkunden, wo man vor allem mit dem Kombi auf grossen Erfolg hofft.

Vernunft und mehr

Die Preise für den erfolgreichen Astra Kombi – bei Opel spricht man von bereits über 130000 Bestellungen für den neuen Astra – beginnen bei 22100 Franken; da steckt unter der Haube ein 1,4-Liter-Vierzylinder mit 100 PS. Empfehlenswerter dürfte allerdings der sparsamere 1,0-Liter-Dreizylinder mit 105 PS sein, den es zudem auch mit automatisiertem Schaltgetriebe gibt. Er ist, nebst dem 1,4-Liter mit 150 PS und 6-Stufen-Automatik, der einzige Benziner, bei dem man nicht selbst schalten muss. Topmodell ist der 1,6 Turbo mit 200 PS. Die Diesel-Modelle verfügen allesamt über 1,6 Liter Hubraum und leisten 110 bis 160 PS. Nur die 136-PS-Version ist mit Automatik zu haben.

Bei so viel Vernunft fragt man sich, ob da nicht der Spass auf der Strecke bleibt. Und die Antwort lautet klar: nein. Der durchzugsstarke Top-Diesel (ab 33 600 Franken) treibt den Kombi flott voran und wirkt nur bei hohen Drehzahlen etwas zäh. Wie schon der Fünftürer erfreut auch der Astra mit grossem Kofferraum mit sehr agilem Fahrverhalten. Er fühlt sich leichtfüssig an, neigt sich nicht zu stark in die Kurve und tendiert auch bei höheren Kurvengeschwindigkeiten nicht zum Untersteuern. Die Lenkung bietet zwar wenig Rückmeldung, funktioniert aber präzise. So kommt viel Fahrspass auf – trotz gutem Fahrkomfort. Bravo!

Verwandte Themen:

Meistgesehen

Artboard 1