Opel
Der Sternenhimmel

Hubert Kah besang in den 80ern den Sternenhimmel. Er war einer der schrägsten Exponenten der «Neuen Deutschen Welle». Eine neue deutsche (Auto)-Welle möchte auch Opel mit dem Adam lancieren.

Markus Chalilow
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Opel Adam

Opel Adam

HO

Mit dem sehr kompakten Auto – den es auch mit Sternen-Dachhimmel gibt – will man in Rüsselsheim das Trauma der schlechten Verkaufszahlen ohne fremde Hilfe verarbeiten. Erst gehts es aber ums Wichtigste beim Auto, ums Fahren. Und fahren tut er sehr anständig, der kleine Blitz. Wobei sich Blitz bei unserem Testwagen nur auf das Emblem bezieht. Wir fuhren den 1,4-Liter mit 87 PS. Auf dem Papier mehr als ausreichend für ein rund 1100 kg schweres Stadtauto. Aber in der Realität sieht das etwas anders aus. Der Motor fühlt sich zäh an, Leistung gibts erst bei Drehzahlen, welche man in urbanen Gegenden meiden sollte, und Durst hatte der Kleine leider auch. Der Fairness wegen wollen wir klarstellen, dass der Wagen zu Testbeginn erst 200 Kilometer auf dem Tacho hatte, es war kalt, sehr kalt sogar, und Winterreifen helfen bekanntlich auch nicht beim Spritsparen. Aber: mit einem Testschnitt von 6.9 Litern haben wir auch den Audi A6 Allroad mit 313-Diesel-PS bewegt. Opel nennt einen Wert von 5,1 L/100 km. Die von uns gestestete Motorisierung scheint uns nicht der Weisheit letzter Schluss zu sein, das 100-PS-Triebwerk (ebenfalls ein 1400er) dürfte den Adam auch im Stadtverkehr souveräner auftreten lassen.

Sternenhimmel im Opel Adam

Sternenhimmel im Opel Adam

HO

Die Preise bei 15'450 Franken. Eine starke Ansage, auch wenns dafür nur die Basisausstattung und den 1,2-Liter-Benziner mit 70 PS gibt. Für unseren Testwagen beginnt die Liste bei 18'950 Franken. Doch zu dem Preis gibt es einfach einen Adam. Wer sich einen wirklich witzigen Kleinwagen zusammenstellen will (wir empfehlen den Online-Konfigurator zu nutzen, mit der Preisliste ist man schlicht überfordert), muss dann schon deutlich mehr ausgeben.