Mercedes-Benz
Der Elektroschock von Mercedes

Das Thema Elektromobilität wird nicht mehr so heiss diskutiert wie auch schon. In diese Stille prescht Mercedes mit dem SLS Electric Drive, der mit 750 PS und 1000 Nm einen auf Rennwagen macht.

Markus Chalilow
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Mercedes SLS AMG ED

Mercedes SLS AMG ED

HO

Nein, der SLS ist kein Quantensprung wenn es darum geht, die Elektromobilität massentauglich zu gestalten. Denn die Power und die Reichweite (im Alltagsbetrieb werden es kaum über 200 km sein) muss man sich teuer erkaufen. Also teuer im monetären Sinn. Denn der SLS ED wird die Kleinigkeit von 530 000 Franken kosten. Aber auch teuer im Sinn
von viel Gewicht: 2,1 Tonnen bringt der Elektro-Benz auf die Waage. Doch, und das geben wir gerne zu, so wirklich spürt man das Gewicht nicht. Zumindest nicht so, wie wir das erwartet hätten. Doch eines nach dem anderen. Von aussen sieht der SLS Electric Drive nicht anders aus als seine Benzin-befeuerten Brüder. Man muss ihn ja nicht in diesem knalligen Gelb bestellen. Und natürlich gibts keine Auspuffendrohre. Doch das wars dann mit den optischen Unterschieden. Bremsscheiben im Format einer Familienpizza, breite Schlappen, die obligatorischen Flügeltüren (es sind wirklich Flügeltüren, denn die Scharniere sitzen am Dach) und natürlich die breiten Backen machen schon eine Menge her.
Innen dann siehts aus wie in einem normalen SLS. Ausser bei den Cockpit-Anzeigen gibt es kaum Unterschiede. Es hat sogar Schaltpaddel am Lenkrad. Weil der SLS ED aber kein Getriebe im eigentlichen Sinn hat, dienen diese aber nicht zum Schalten. Je nachdem, welches Paddel man bedient, erhöht sich die Rekuperationsleistung der vier Elektromotoren. Vier Stufen können aktiviert werden. Im Rekuperationsmodus agieren die Elektromotoren als Generator und laden die Akkus. Der Widerstand ist dann so gross, dass die Bremse massiv geschont wird.

Mercedes SLS AMG ED Cockpit

Mercedes SLS AMG ED Cockpit

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