Fiat
Fahrbericht Fiat Panda 4x4

Den drolligen Panda gibt es auch wieder mit 4x4. Das macht den kleinen Italiener noch vielseitiger.

Markus Chalilow
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Fiat Panda 4x4

Fiat Panda 4x4

Zur Verfügung gestellt

Wenn der italienische Automobilhersteller Fiat etwas kann, dann ist es Kleinwagen bauen. Gebaut wurde das «Haushaltsgerät auf Rädern», wie der erste Fiat Panda auch genannt wurde, von 1980 bis 2003, über 4,5 Millionen Exemplare machten die Menschheit mobiler - und ein klein wenig fröhlicher. Der «nouva» Panda kam dann 2003, aber er war dann nicht mehr ganz so erfrischend, ganz sicher keine Kiste mehr, sondern halt schon fast ein richtiges Automobil; trotzdem oder gerade deshalb konnten in sieben Jahren fast zwei Millionen Stück abgesetzt werden. Nun also der Panda der dritten Generation – der bereits bei den Händlern steht. Und weil Pandas in Gefangenschaft nur selten Nachwuchs bekommen, wird auch die Familie des Fiat Panda klein bleiben. Seit der Urversion, die vor allem durch den Einsatz als Fahrzeug der Post in der Schweiz oft zu sehen war, hat sich einiges getan. Das neue Allrad-Bärchen hat richtig Manieren, fährt sich richtig angenehm und kann abseits befestigter Strassen dennoch mehr, als man ihm auf den ersten Blick zutraut.
Der nur 368 cm lange Fiat bietet – wie die Version mit Vorderradantrieb – erstaunlich viel Platz im Innenraum. Trotzdem wird es für fünf Erwachsene in der tollen Kiste eher eng. Zu viert ist man aber bequem unterwegs und kann erst noch etwas Gepäck (225 Liter) mitnehmen. Angetrieben wird der kleine Kraxler entweder vom Zweizylinder-Triebwerk mit 900 cm3 und 85 PS (Normverbrauch 4,7L/100 km) oder dem 1,3-L grossen Vierzylinder-Diesel mit 75 PS (4,9L/100 km). Beide Motoren haben ausreichend Kraft, um den Panda auch im Gelände bewegen zu können. Um dem kleinen Benziner auch an extremen Steigungen genügend Kraftreserven beim Anfahren zu geben, ist das manuelle Sechsganggetriebe mit einem sehr kurz übersetzten 1. Gang dotiert. Beide Motoren bieten genügend Kraft, um den Fiat problemlos im Verkehr mitschwimmen zu lassen. An die Klangkulisse des Zweizylinders muss man sich etwas gewöhnen, aber das spritzige Triebwerk lässt im Panda sogar so etwas wie Fahrfreude aufkommen.
Beim Allradantrieb setzt Fiat auf ein automatisches System, welches das Drehmoment bei Bedarf auch auf die Hinterräder leitet. Mittels einer elektronisch geregelte Kupplung wird bei extremen Fahrsituationen bis zu 50% der Antriebskraft auf die Hinterräder geleitet. Im normalen Fahrbetrieb werden hingegen nur die Vorderräder angetrieben. Wer flott unterwegs ist, wird ein weiteres Feature des neuen Antriebs entdecken. Beginnt das rund 1100 kg schwere Fahrzeug zu untersteuern, schiebt also mit den Vorderrädern zum Kurvenaussenrand, schliesst die Kupplung und leitet einen Teil der Kraft zur Hinterachse und eliminiert das Untersteuern. So fährt sich der Panda 4x4 deutlich neutraler als sein Bruder mit Vorderradantrieb. Natürlich wurde gegenüber dem Fronttriebler die Bodenfreiheit erhöht sowie Schutzschilde am Unterboden montiert. Mit einem Preis ab 21’350 Franken ist der gut ausgestattete Allradler rund 4500 Franken teurer als der normale Panda in der günstigsten Ausführung.

Fiat Panda Trekking Panda Trekking: für alle die auf Offroadoptik stehen aber kein 4x4 brauchen.

Fiat Panda Trekking Panda Trekking: für alle die auf Offroadoptik stehen aber kein 4x4 brauchen.

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