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Entspannt, geräumig und vernünftig

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Der Toyota Corolla Touring Sports im Alltagstest: Taugt der Hybridantrieb als Diesel-Ersatz?

Diesel gibt es bei Toyota im Pw-Bereich nicht mehr; die bei BMW zugekauften Selbstzünder haben die Japaner 2018 aus dem Angebot gestrichen. Stattdessen setzt der Hersteller nun voll auf den Hybridantrieb.

Die Kombination aus E-Maschine und Benzinmotor soll für tiefen Verbrauch, genügend Fahrkomfort und gute Leistungsentfaltung sorgen. In der stärksten Version kommt ein 2-Liter-Saugmotor zum Einsatz, der es zusammen mit der E-Maschine auf 184 PS und 190 Nm Drehmoment bringt. So kostet der geräumige Kombi mindestens 39800 Franken, bringt dafür aber einige Talente mit. Auch auf der Rückbank sitzt man bequem, der Kofferraum fasst 581 bis 1591 Liter, ist leicht zu beladen und bei Nacht angenehm hell beleuchtet. Die Rolle als familientauglicher Kombi spielt der Japaner überzeugend.

Das Cockpit wirkt solide verarbeitet, aber etwas zerklüftet. Entgegen dem allgemeinen Trend setzt Toyota noch auf konventionelle Tasten, anstatt sämtliche Funktionen in die Touchscreen-Menüs zu verfrachten; so wirkt die Bedienung auf den ersten Blick etwas unübersichtlich, doch findet man sich nach etwas Eingewöhnung dafür umso besser zurecht.

Gewöhnen muss man sich auch an das Fahren mit dem Hybridantrieb. Der fühlt sich am wohlsten, wenn er dezent im Hintergrund arbeiten kann. E-Maschine und Benziner ergänzen sich unauffällig und ohne Ruckeln; beim Rollen oder auf kurzen Zwischenstücken fährt der Corolla rein elektrisch, ansonsten unterstützt der Elektromotor mit kleiner Batterie - oder sammelt beim Bremsen fleissig Strom. Nur bei starker Beschleunigung wirkt der Antrieb etwas zäh und angestrengt, weil die Drehzahl aufgrund des stufenlosen Getriebes konstant hoch bleibt. Im Alltag stört das aber selten; viel eher freut man sich über den vernünftigen Verbrauch von 5,8 l/100 km (Werksangabe 5,2 l/100 km).

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