Von den hochtrabenden Plänen des Dani Bahar - man wollte Ferrari in den Schatten stellen - ist nicht viel übrig geblieben. Aber für ein tolles Zweirad-Konzept scheint das Geld zu reichen. Doch, wir wollen ehrlich sein. Das Teil mit der mächtigen «Bauchbinde» um den Motor kommt nicht von der Insel sondern grösstenteils aus Süddeutschland. Immerhin haben die Briten begriffen, dass es wie beim Auto auch beim Motorrad wirkliche Spezialisten braucht, um was brauchbares auf die Räder zu stellen. Die am Projekt beteiligten Firmen sind denn auch ausgewiesene Motorradsport-Profis. Die Lotus C01 soll gemäss eigenen Angaben 181 kg wiegen. Angetrieben wird er von einem 1,2 Liter grossen V2-Motor mit einem Zylinderwinkel von 75 Grad. Das Teil mit Trockensumpfschmierung soll maximal 200 PS leisten. Geschaltet wird ganz konventionell, das Sechsganggetriebe wird mit den linken Fuss bedient. Der Rahmen ist ein Mischgerippe aus Stahl, Titan und Karbon, vorne gibts ne Upside-down-Telegabel, hinten ganz klassische Stereo-Federbeine. Natürlich sind die Federelemente voll einstellbar. Hinzu kommen mächtige Bremsen mit Vierkolbenzangen vorne sowie eine Anti-Hopping-Kupplung, was bei einem Einzelzylinderinhalt von 600 ccm sicher nicht falsch ist. Was das Teil kosten soll ist noch unklar. Aber, Lotus Motorcycles will 100 Exemplare bauen.