Opel
Der Kleine fürs kleine Abenteuer

Für den kleinen Adam hat Opel ein Abenteurerkostüm geschneidert und nennt das Resultat Adam Rocks.

Claudia Nussbaumer
Merken
Drucken
Teilen
Opel Adam Rocks

Opel Adam Rocks

HO

«Rocks» heisst der frische Ankömmling in der Adam-Familie. Vorgestellt wurde er bereits im Frühjahr am Genfer Autosalon, im Oktober kommt er nun in die Schweiz. Was ist denn so neu, anders beim Adam Rocks? Das Konzept heisst, mal wieder, «Crossover» – ein seit einigen Jahren beliebter Begriff in der Autobranche. Meist bedeutet dies: Ein bisschen Offroadoptik hier und da und ansonsten fährt sich das Fahrzeug komfortabel wie in der «normalen» Ausführung.

Was uns als sofort auffällt: Er trägt etwas mehr Textil, und zwar in Form eines schicken Stoffdachs, Pardon, «Swing Top», gibt es in Schwarz oder Mokka. Dieses lässt sich in fünf Sekunden bis vor die C-Säule öffnen, fahrend bis zu einer Geschwindigkeit von 140 km/h. Dreilagig und mit Neopren-Kern (dieses Material kennt man sonst eher von Taucheranzügen) verspricht es Robustheit und soll – geschlossen – die meisten unerwünschten Geräusche absorbieren. Und dann noch, von blossem Auge kaum zu erkennen: Die Karosserie schwebt beim Abenteurer 15 mm höher über dem Asphalt (oder eben der Schotterstrasse) als beim normalen Adam. Ausserdem ist er, wie seine Brüder, bestvernetzt via Smartphone, mittels des preisgekrönten IntelliLink-Infotainment-Systems (funktioniert prima, solange sich die Software des angeschlossenen Handys nicht selber «aufhängt», was uns leider passiert ist – dann funktioniert auch kein Navi mehr, und das in einer fremden Stadt).

Der Rocks verfügt, neben den herkömmlichen Saug-Benzinern mit 1,2 und 1,4 Liter Hubraum (beides Vierzylinder) über einen komplett neuen Turbo-Motor mit Benzin-Direkteinspritzung und einem Hubraum von nur einem Liter. Dieser Dreizylinder mit 115 PS fährt sich erstaunlich gut, da kommt selbst auf lettischen Holperstrassen, wo wir ihn ein erstes Mal testen durften, so etwas wie Fahrfreude auf. Das stimmt auch für jene, die es gerne mal etwas sportlicher angehen: Das neu entwickelte, manuelle 6-Gang-Getriebe schaltet sich einfach, mit knackigen Schaltwegen und ohne grossen Widerstand. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei dieser Ausführung – theoretisch, selbstverständlich – bei 196 km/h, von 0 auf 100 km/h ist er in 9,9 Sekunden. Das Drehmomentmaximum von 170 Nm liegt bereits ab 1800 Umdrehungen an verbrauchen soll er, gemäss der EU-Messnorm, 5,1 Liter auf 100 Kilometer. Das Stopp/Start-System ist serienmässig. Das sind keine schlechten Zahlen, insgesamt.
Noch ein paar Rocks-spezifische Designmerkmale: Eine anthrazitfarbene Schutzverkleidung und silberfarbene Unterschutzelemente vorne und hinten geben ihm noch etwas mehr «Abenteurer». Sein Auspuffendrohr ist chic verchromt, frische Farben und unterschiedlichste Dachgestaltungsmöglichkeiten machen die Liste der Individualisierungsmöglichkeiten lang und länger, da steht er seinen ebenfalls vielseitigen Brüdern sicher in nichts nach. Viele neue Farben für Sitze und Türverkleidungen setzen da nur noch das Tüpfelchen aufs i. Diesbezüglich ist Opel mit dem speziellen «Design-Dir-Deinen-Adam»-Konzept kaum zu toppen. Allerdings: Die ganzen schönen Sachen gibts natürlich nicht umsonst.

Gezeichnet und entwickelt wurde der Adam Rocks in Rüsselsheim, gebaut wird er im ebenfalls deutschen Eisenach, wie übrigens sämtliche Söhne und Töchter der Opel-Adam-Familie. In kurzen und knappen zwölf Monaten wurde er von der Studie zum serienreifen Automobil geführt. Dafür schaut er schon ganz gereift aus und fährt sich auch so. In die Schweiz kommt der Kleinwagen im Abenteurer gewand Mitte Oktober. Der Basispreis liegt bei 19’600 Franken.