Volkswagen
Der Familienfreund

Mit dem überarbeiteten Sharan bietet VW weiterhin einen klassischen Minivan mit bis zu sieben Sitzplätzen an.

Markus Chalilow
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Volkswagen Sharan

Volkswagen Sharan

HO

Bei den Familienfahrzeugen gibt VW derzeit Vollgas. Innerhalb von nur ein paar Tagen stellen die Wolfsburger den neuen Transporter T6, den kompakten Touran und eben den überarbeiteten Sharan vor. Der Sharan war einst einer der ganz grossen Erfolge von VW, das Segment boomte unaufhörlich. Die Zeiten sind vorbei und man hat sich beim neuen Espace sogar entschlossen, vom Konzept des reinen Grossraumfahrzeugs abzurücken.

VW hingegen bleibt mit dem Sharan der Grundkonzeption treu und bietet weiter einen klassischen Minivan an. Auch wenn die Verkaufszahlen in den letzten Jahren doch deutlich kleiner wurden, ist man bei VW überzeugt, dass es den Sharan braucht. Wir sagen, es braucht ihn tatsächlich. Auch wegen seiner wirklich enorm praktischen Schiebetüren. Oder dem echt grosszügigen Platzangebot. Gerade Familien mit mehreren Kindern dürften das Plus an Platz gegenüber dem neuen Touran zu schätzen wissen. Und, nicht jede Familie hat das Budget, sich gleich einen T6 zu kaufen. Der bietet zwar noch einmal deutlich mehr Innenraum, ist aber auch markant teurer.
Wie bisher gibt es den überarbeiteten Sharan als Fünf-, Sechs- oder Siebensitzer. Für den bequemen Einstieg sorgen wie bereits erwähnt die beiden riesigen Schiebetüren. Durch die grosse Öffnung ist auch der Zugang zur dritten Sitzreihe problemlos. Der Sharan wurde also nicht neu erfunden, vieles wurde auch einfach optimiert. Das Zubehörprogramm zum Beispiel, welches mittlerweile sehr hochwertige und vor allem durchdachte Komponenten umfasst. Egal ob Fahrradträger, Abfallsammler oder Dachbox, alles ist wertig und passt perfekt. Für die Globetrotter gibt es sogar eine Espressomaschine für den Betrieb am 12V-Bordnetz.
Derzeit stehen zwei Benziner und zwei Diesel im Angebot, welche sich mit unterschiedlichen Getrieben und 4×4 kombinieren lassen. Wer allerdings das automatische Getriebe (DSG) mit dem Allrad kombinieren möchte, muss sich noch bis nächstes Jahr gedulden. Was bei den ersten Testfahrten mit dem 150-PS-Diesel auffiel, ist die gute Geräuschdämmung. Der Dieselmotor, bei VW ja nicht unbedingt ein Leisetreter, ist im Innenraum kaum zu hören. Hier hat man bei Volkswagen ganze Arbeit geleistet. So souverän, wie die Daten es erahnen lassen (220 PS, 350 Nm), fährt sich der stärkste der Benziner. Der Vierzylinder hat Kraft in allen Lebenslagen, soll laut Norm aber trotzdem nur 7,4 Liter pro 100 Kilometer verbrauchen. Auch er läuft angenehm leise und die Elektronik des Doppelkupplungsgetriebes wurde so abgestimmt, dass man das massige Drehmoment auch nutzen kann, ohne dass nervös runtergeschaltet wird. Dies gilt im selben Masse für den Diesel.
Neue Features für den Sharan sind zum Beispiel ein Abstandstempomat sowie die City-Notbremsfunktion. Und natürlich kann man auch einen Sharan sehr nobel ausstatten. Dann muss man allerdings zu den Basispreisen von 35 900 Franken (Benziner) bzw. 38 250 Franken (Diesel) noch ein paar Tausender investieren. Dafür gibt es aber auch ein richtig grosses Auto (L×B×H: 485×190×171 cm) mit einem maximalen Ladevolumen von 2430 Litern. Ohne die insgesamt 33 kleinen oder mittelgrossen Ablagen. In diesen wird wohl in den nächsten Jahren viel Spielzeug verschwinden ...