Mercedes-Benz

Der «C» macht auf Hybrid

Mercedes-Benz C 300

Mercedes-Benz C 300

Optisch sieht die neue C-Klasse aus wie eine kleine S-Klasse, auch die Hybridversion.

In diesen Tagen kommen die ersten Fahrzeuge der neuen C-Klasse von Mercedes-Benz in die Schweiz. Dass den Stuttgartern mit der intern W205 genannten Baureihe ein grosser Wurf gelungen ist, das steht jetzt schon fest – die internationale Fachpresse, die schon erste Erfahrungen mit dem kleinen Stern machen konnte, überschlägt sich fast vor Lob. Vor allem das Fahrverhalten, das sich sowohl auf der Höhe des dynamischen 3er-BMW befindet, wie auch mit herausragendem Komfort überzeugen kann, wird gerühmt.

Doch Mercedes will mit der C-Klasse noch weitere Zeichen setzen. Zwar sind alle Modelle, sowohl die Benziner wie auch die Diesel, im Vergleich zu den Vorgängern schon deutlich sparsamer geworden – ein neuer 1,6-Liter-Dieselmotor mit 116 oder 136 PS soll gemäss Norm nur noch 3,8 Liter auf 100 Kilometern verbrauchen, das ist definitiv ein Spitzenwert in diesem Segment. Doch damit nicht genug: Ab September ist auch eine Variante mit Hybrid-Antrieb verfügbar. Angetrieben wird sie vom bekannten 2,2-Liter-Diesel mit 204 PS sowie einem 27 PS starken Elektromotor. Das ermöglicht dem C300 BlueTec Hybrid nicht nur hervor ragende Fahrleistungen, sondern auch einen vorbildlichen Verbrauch: 3,6 Liter sollen es sein auf 100 Kilometern. Bei einer ersten Ausfahrt konnte der Hybrid nicht nur mit einem schwungvollen Antritt überzeugen, sondern auch mit einer ganzen Menge an technischen Feinheiten, die der Benzinersparnis dienen. Der Fahrer kann den Verbrauch aktiv beeinflussen.

Noch waren die Übergänge zwischen Verbrennungsmotor und Elektroantrieb nicht ganz perfekt, doch bis zum Serienanlauf im Herbst werden die Schwaben die Feinabstimmung sicher noch in den Griff bekommen. Was sich jetzt schon be richten lässt: Es herrscht eine himmlische Ruhe in diesem Hightech-Benz, nicht nur im rein elektrischen Betrieb. Zwar ist der «klassische» Hybrid, wie ihn Daimler in der C-Klasse bringt, keine grossartige technische Neuerung, doch Mercedes kann einen wichtigen Anteil daran haben, dass sich die Antriebsform besser durchsetzen kann.

Was ebenfalls schon sicher ist: 2015 kommt dann auch noch eine Plug-In-Hybrid-Version. Das heisst: Die C-Klasse wird sich in Zukunft auch an der Steckdose aufladen lassen. Man darf davon aus gehen, dass dann ein rein elektrischer Betrieb für etwa 50 Kilometer möglich sein wird – was sich selbstverständlich sehr positiv auf den Verbrauch auswirken wird. Noch nennt Mercedes offiziell keine Zahlen, doch man darf davon ausgehen, dass es gemäss Norm etwa 1,5 Liter sein werden. Das hat auch einen günstigen Einfluss auf den Flottenverbrauch, der in den nächsten Jahren gerade bei den Premium-Herstellern ein sehr wichtiges Thema werden wird. Eine rein elektrische C-Klasse wird es mit grösster Wahrscheinlichkeit nicht geben, doch im Hause Daimler ist die Brennstoff-Zelle, also der Antrieb mit Wasserstoff, ein Bereich, der mit viel Kraft und Geld vorangetrieben wird. Gemäss eines internationalen Abkommens unter einigen Auto-Herstellern ist bereits 2015 mit den ersten Serien-Modellen zu rechnen; ob darunter auch eine C-Klasse sein wird, will Mercedes nicht kommentieren.

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