So viele Sicken und Kanten wie der neue GLA aufweist, da ist klar welch Geistes Kind er ist. Ja, der neue GLA stammt von der A-Klasse ab, egal ob innen oder aussen. Der Elefantenrollschuh (der GLK soll aber weiter im Programm bleiben) ist zu einer A-Klasse mit erhöhter Bodenfreiheit geworden. Wir finden das ganz okay, denn die A-Klasse ist von den in den letzten Monaten vorgestellten Daimler-Produkten sicher das überzeugendste (zusammen mit dem CLA, der ja auch auf dem «A» basiert). Und er passt mit einer Länge von 442 cm wunderbar in die so boomende Klasse der Kompakt-SUV. Und, auch das liegt im Trend: den GLA wird es als Pseudo-Offroader mit Vorderradantrieb oder als echtes SUV mit Allrad geben.

Vorerst wird es für den GLA Vierzylindermotoren geben, zwei Benziner mit bis zu 211 PS und zwei Diesel mit bis zu 170 PS. Natürlich dieselben Triebwerke, wie sich auch in der A-Klasse verbaut werden. Das gilt auch für den Antriebsstrang. Doppelkupplungsgetriebe, auf Wunsch Allrad, alles wie gehabt. Und, soviel ist sicher, AMG wird auch vom GLA die Finger nicht lassen können. Oder besser gesagt, sie müssen sich des SUV annehmen, denn schliesslich will man bis in zwei Jahren gefühlte 200 Modelle anbieten. Da kann man den GLA nicht aussen vor lassen.

Alles wie gehabt gilt im besonderen Masse für den Innenraum. Ob  Sitze mit integrierten Kopfstützen in einem SUV Sinn machen  wissen wir nicht so genau, aber  sieht irgendwie etwas zu heftig aus. Aber daran solls nicht liegen. Seit der Einführung der A-Klasse ist man in Stuttgart extrem stolz auf die fünf Lüftungsdüsen (aus dem SLR/SLS). Allein an diesem Satz merkt man, dass uns zum GLA nicht mehr viel einfällt. Denn zu wichtigen Dingen wie zum Beispiel dem Gewicht schweigt man sich bei Daimler noch aus. Und natürlich auch zu den Preisen, denn der GLA wird ja erst in einem Monat anlässlich der IAA in Frankfurt der berieten Öffentlichkeit vorgestellt. Bis dahin hat man ja noch Zeit, etwas in den Preislisten der Konkurrenten zu blättern. Wir finden den neuen GLA ziemlich gelungen. Vor allem, wenn man ihn mit dem kantigen GLK vergleicht. Und, davon sind wir überzeugt, er wird seine Kunden finden.